Muhen
Siegerprojket für Schulhaus: «Mamma Muhhh» kommt ins Dorf

Nun ist klar, wie der Ersatzneubau des Schulhauses Süd und der Doppelturnhalle aussehen wird. Das Siegerprojekt trägt den Namen einer Kinderbuch-Kuh.

Christine Fürst
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Laut Konzept der Schulraumplanung in Muhen sollen Turnhalle und Schulhaus Süd (links) ersetzt werden. NAM

Laut Konzept der Schulraumplanung in Muhen sollen Turnhalle und Schulhaus Süd (links) ersetzt werden. NAM

Nina Amann
Schulhaus Muhen

Schulhaus Muhen

Zur Verfügung gestellt

Mama Muh ist eine sprechende Kuh. Sie entstammt aus einem schwedischen Kinderbuch und erlebt viele Abenteuer. Wenn sie etwas will, tut sie es. Sie versucht sich im Schwimmen oder fährt Schlitten. In Anlehnung an die Abenteuer von Mama Muh ist das Siegerprojekt für den Schulhausneubau und die Doppelturnhalle in Muhen «Mamma Muhhh» benannt worden.

Gewonnen haben die Stoos Architekten aus Brugg. Einerseits passe «Muhhh» zu Muhen, andererseits stehe der Begriff «Mamma» auch für einen behüteten Ort, erklärt Jann Stoos, der gemeinsam mit seiner Schwester Maja Stoos das Architekturbüro führt. Im Ganzen sei das neue Schulhaus ein Ort, wo man sich versuchen und etwas erreichen könne. Ganz so, wie das auch Mama Muh tue.

Die Gemeinde hat mit der Ernennung des Siegerprojekts einen weiteren Meilenstein in der komplexen Schulraumplanung erreicht. Denn die Schulhäuser sind alt und bieten zu wenig Platz. Deshalb plant Muhen ein Jahrhundertprojekt: In einem ersten Schritt werden die Schulhäuser Ost und Nord und das Mehrzweckgebäude saniert und der Kindergartenpavillon umgebaut. Dafür hat die Gmeind im November 2014 bereits einen Kredit von rund 3,4 Millionen Franken gutgeheissen.

Schulhaus Süd wird abgebrochen

In einem zweiten Schritt werden das Schulhaus Süd und die Turnhalle abgebrochen und neu gebaut. Dafür ist ein anonymer Projektwettbewerb lanciert worden. 51 Bewerbungen sind eingegangen, acht Planerteams konnten ihre Ideen einreichen. Einstimmig hat sich das Preisgericht, zusammengesetzt aus Gemeinde-, Vereins- und Schulvertretern sowie Architekten und Experten, für «Mamma Muhhh» entschieden.

«Innerhalb der heterogenen Struktur der bestehenden Schulanlage schaffen es die Verfasser, mit der präzisen Setzung von zwei Ersatzbauten vorhandene räumliche Qualitäten zu stärken und besser zur Geltung zu bringen», heisst es in der Würdigung. Das Projekt sieht einen Doppelkindergarten sowie einen zweigeschossigen Baukörper vor. In diesem ist eine Doppelturnhalle untergebracht, acht Klassenzimmer mit Gruppenräumen sowie ein weiteres Zimmer und ein Musikzimmer sind darüber angeordnet. Die Turnhallen, Duschen und Garderoben liegen im Untergeschoss. Die Eingänge sind so gestaltet, dass am Wochenende ein Zugang zur Halle für Vereine möglich ist. Vor dem Schulhaus bieten Linden schattige Aufenthalts- und Spielbereiche.

In den nächsten Tagen wird die Gemeinde also in das Bauprojekt starten, sodass an der Gemeindeversammlung im Frühling 2016 über den Baukredit abgestimmt werden kann. Wird das Projekt angenommen, rechnet die Gemeinde damit, dass die Bauarbeiten unter laufendem Schulbetrieb im Sommer 2017 beginnen.

Momentan habe man laut Gemeindeammann Andreas Urech noch keine konkrete Kostenschätzung, diese werde nun erarbeitet. Er geht aber weiterhin davon aus, dass sich die Kosten um maximal 23 Millionen Franken bewegen werden. Diesen Betrag habe die Kostenschätzung des Planungsbüros Metron ergeben und dieser Wert sei auch im Finanzplan der Gemeinde eingestellt. «Wir sind überzeugt, dass wir mit diesem Projekt auf dem richtigen Weg sind», sagt er.

In der Aula des Schulhauses Ost sind nächste Woche alle acht Projekteingaben öffentlich ausgestellt: 2. Juni von 17 bis 20 Uhr, 3. Juni von 17 bis 20 Uhr und 4. Juni von 16 bis 19 Uhr.

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