Eishockey

Sieg und Vertragsverlängerung

Erlösung nach dem Schlusspfiff: Reinach feiert den Prestige-Erfolg über den HC Wohlen Freiamt. Foto: Ruedi Burkart

Erlösung nach dem Schlusspfiff: Reinach feiert den Prestige-Erfolg über den HC Wohlen Freiamt. Foto: Ruedi Burkart

Der SC Reinach gewinnt den spektakulären 3.-Liga-Spitzenkampf gegen den HC Wohlen Freiamt

Noch vor dem samstäglichen Spitzenspiel machten die Verantwortlichen des SC Reinach Nägel mit Köpfen.

Weil sie einen Abgang von Erfolgstrainer Thomas Siegwart (45) zu dessen Stammverein Wohlen befürchteten, suchte Präsident Stefan Frank das Gespräch mit dem begehrten Übungsleiter. Man setzte sich zusammen und einigte sich auf eine weitere Zusammenarbeit. So konnte Siegwart Entwarnung geben: «Ich habe mich entschieden, eine weitere Saison in Reinach anzuhängen. Für mich passt es hier.» Der Freiämter Siegwart – aufgewachsen in Wohlen, jetzt wohnhaft in Bünzen – geht im kommenden Herbst in seine insgesamt vierte Saison bei den Wynentalern. «Ich freue mich, dass wir jetzt Klarheit darüber haben, wie es weitergeht.» Noch offen ist laut Siegwart, ob der SC Reinach für die Aufstiegsspiele Forfait erklärt oder die Gelegenheit beim Schopf packt, um die Promotion in die 2. Liga zu spielen. «Das werden wir am kommenden Donnerstag während einer Teamsitzung besprechen», so der Coach.

Ein Aufstieg würde nicht nur eine Mehrbelastung für die Spieler bedeuten, auch finanziell wäre der Verein gefordert. Die 3.-Liga-Klubs können sich mit einer definitiven Meldung an den Verband, ob sie überhaupt aufsteigen wollen, bis am 31. Januar Zeit lassen. Pikantes Detail: Letzte Saison verzichtete Gruppensieger Wohlen auf die Teilnahme an den Aufstiegsspielen, in die 2. Liga wollte damals aus der «Reinacher Gruppe» niemand.

Verletzter nach Scheibenbruch

Nach dem samstäglichen 5:4-Erfolg gegen Wohlen liegen die Reinacher im Kampf um den Gruppensieg wieder in der Poleposition und weisen vier Runden vor Saisonschluss fünf Verlustpunkte Vorsprung auf die Freiämter auf. Es war ein Spitzenkampf, der den hohen Erwartungen im Vorfeld vollauf gerecht wurde. Intensiv, stets spannend und vor allem äusserst unterhaltsam für die erfreulich zahlreich aufmarschierten Zuschauer. «Mir wäre es lieber gewesen, die Partie wäre weniger ausgeglichen verlaufen», schmunzelte Reinachs Coach Siegwart nach dem Sieg gegen seinen vier Jahre jüngeren Bruder Patrick, der bei Wohlen als Spielertrainer amtet. «Aber es war okay. Das erste Spiel nach der langen Festtagspause, dazu die ungewohnt vielen Zuschauer – ich bin sehr zufrieden.»

Roger Hauensteins Treffer zum 5:4 nach 42 Minuten läutete eine dramatische Schlussphase ein. Der Höhepunkt: Nach einem krachenden Check an der Bande flog in der 46. Minute eine Glasscheibe aus der Verankerung und touchierte dabei einen Matchbesucher. Dieser zog sich eine leichte Verletzung zu. «Das ist gar nicht gut. Da müssen wir mit dem Hersteller der Scheiben sprechen», so Vereinspräsident Stefan Frank nach Spielschluss. Abgesehen von diesem Malheur waren in der Reinacher Eishalle alle glücklich über einen gelungenen Eishockey-Abend. Und liessen diesen im Restaurant Iszapfe gebührend ausklingen.

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