Der Vorstand ist bereits seit einiger Zeit an der Arbeit, Präsident Patrik Hediger und sein Bruder Beni, der Tambourmajor, halten die Fäden in der Hand.

Viel Baumaterial müssen sie für den Ball herbeischaffen: Absperrgitter, Schnitzel, Bretter, Zelt, Kühlschränke. Selbstverständlich können die 31 Aktivmitglieder der Guggenmusik nicht alles selbst erledigen. «Jedes Vereinsmitglied bringt noch Kollegen mit, die beim Aufbau und am Ball helfen», erklärte Beni Hediger, der Bauchef. «Alle haben ihre Fähigkeiten, einer kann elektrische Leitungen verlegen, ein anderer schreinern und ein Dritter fährt Traktor.» 

«Die grossen Anlagen sind bereit für den Aufbau», bestätigte Beni Hediger am Freitagabend. «Aber natürlich muss man flexibel sein und Fehlendes kurzfristig vor Ort beschaffen.» Am Donnerstagnachmittag fangen die ersten Vorbereitungen an, am Freitagmorgen um 7 Uhr wird die ganze Crew bereitstehen. Es besteht ein Arbeitsplan, an den sich alle halten müssen, damit am Ende des ersten Tages die grossen Arbeiten wie das Aufstellen der Absperrgitter, des Kaffeezelts oder des Bauwagens, in welchem die Shotbar untergebracht ist, erledigt sind. Am Samstag werden die letzten Dekorationen angebracht und die Kühlschränke aufgefüllt. «Vom Samstagmorgen an geht es dann in einem Schnuz weiter bis zum Sonntag. Um elf Uhr werden wir alles wieder aufgeräumt haben.»

Bärenstarke Dekoration

Das Motto des diesjährigen Schnäggeballs ist «BäreStarch». Entsprechend wird der Saalbau dekoriert. Ein riesiger Bärenkopf soll die Bar schmücken, auch beim Eingang wird das Logo prangen, zusammen mit Bärentatzen. Die Bar im Obergeschoss kommt in einer veritablen Bärenhöhle zu liegen. An den mit Folie ausgekleideten Wänden werden Höhlenzeichnungen prangen und Fledermäuse hängen. Äste bedecken den Eingang, ein Feuer soll für heimelige Stimmung sorgen – auch wenn es nur gemalt ist. Ein Schild mit der Aufschrift «Betreten auf eigene Gefahr» soll die Gäste wohl nicht nur vor Bären warnen.

Patrik und Beni Hediger erwarten auch dieses Jahr 800 bis 900 Gäste. Wichtig ist ihnen die Sicherheit aller Besucher. Dafür bieten die Schnäggeschränzer jeweils einen professionellen Sicherheitsdienst auf. «Wir wollen ein lustiges, fetziges und angenehmes Fest, aber keine Aggressivität», erklärten die Brüder einstimmig. Ist der Saal voll, werden keine weiteren Besucher hineingelassen. «Ein frühzeitiges Erscheinen lohnt sich deshalb», raten die Organisatoren.

Mitternachtsshow der Gastgeber

Bereits kurz nach der letzten Fasnacht hat Patrik Hediger die Guggenmusiken für ihren Auftritt verpflichtet. Acht Gruppen werden ab 20.30 Uhr im Halbstundentakt abwechslungsweise im Kaffeezelt und im Saal spielen. Die Schnäggeschränzer selbst haben ihren grossen Auftritt um Mitternacht. Dann werden sie auch ihr aktuelles Kostüm vorstellen. «Es wird etwas mit dem Motto ‹BäreStarch› zu tun haben», erklärten Patrik und Beni Hediger. Mehr verrieten sie nicht – das Erscheinungsbild der Schnäggeschränzer bleibt jedes Jahr bis zur Mitternachtsshow geheim.