Kölliken

Sechs Jahre Primarschule: Die Suche nach Schulraum ist in Gange

Bald müssen die Wegweiser auf dem Pausenplatz in Kölliken neu gerichtet und beschriftet werden.

Bald müssen die Wegweiser auf dem Pausenplatz in Kölliken neu gerichtet und beschriftet werden.

Die Schulpflege informierte über die Auswirkungen des Schulsystems mit obligatorischem Kindergarten, sechs Jahren Primarschule und drei Jahren Oberstufe. Die Veranstaltung stiess auf reges Interesse.

Mit rund 100 Personen waren am Infoabend der Schule Kölliken fast so viele Personen anwesend wie an der Gemeindeversammlung im Juni. Die Schulpflege informierte über die Auswirkungen des Schulsystems mit obligatorischem Kindergarten, sechs Jahren Primarschule und drei Jahren Oberstufe. Anschliessend wurde aufgezeigt, wo in den nächsten Jahren Schulraum an die bestehenden drei Schulhäuser angebaut werden soll.

«Endlich wird einmal das Gesamtkonzept vorgestellt», lobte ein Anwesender. So sollen am Primarschulhaus Gruppenräume und am Bez-Schulhaus Klassenzimmer angebaut werden. Das Sereal-Schulhaus wird nur auf die Bedürfnisse der Mittelstufe angepasst, Anbauten sind keine geplant. Allerdings sind alle Pläne noch nicht definitiv: Für den Anbau ans Bez-Schulhaus wurde im Juni ein Kredit für den Studienauftrag gesprochen. Der Projektierungskredit fürs Primarschulhaus kommt im November an die Gmeind.

«Denkt an die Kinder!»

Im Gegensatz zu einer Gemeindeversammlung waren sich am Mittwochabend alle Anwesenden einig: Sie wollten nur das Beste für ihre Kinder. Dies bekam auch der für die Schule zuständige Gemeinderat Steven Schneider zu spüren. Er musste einige kritische Fragen der Eltern beantworten, die vor allem wissen wollten, warum so lange mit dem Bau des neuen Schulraums gezögert wurde.

«Der Gemeinderat kann nun nicht mehr die Augen verschliessen. Die Schule braucht dringend mehr Raum», sagte ein Vater und warnte, dass aufgrund der Zuwanderung in Kölliken, heute geplante Anbauten an Schulhäuser schon bald nicht mehr ausreichen würden. Deshalb forderte er, dass der Gemeinderat Provisorien in Containern ins Auge fasst. «Denkt an unsere Kinder und macht kein politisches Geplänkel!», meinte der Vater abschliessend und erhielt auf sein Votum spontan Applaus der Anwesenden.

Gerade die Frage, weshalb es keine Provisorien gibt, bis in einigen Jahren die geplanten Anbauten realisiert werden können, musste Steven Schneider mehrmals hören. «Der Gemeinderat strebt eine definitive Lösung an, keine Provisorien», rechtfertigte er sich und wies auch darauf hin, dass die Platzverhältnisse für Container nur beschränkt geeignet seien. Schliesslich versprach Schneider, die Anliegen der Eltern in den Gemeinderat zu tragen.

Gute Lösung, aber kein Luxus

Neben dem Hinweis auf Provisorien in Containern kamen vonseiten der Eltern die verschiedensten Vorschläge, wie der fehlende Schulraum möglichst schnell beschafft werden könnte: Das Primarschulhaus aufstocken oder das neue Schulhaus, das nächstens gebaut wird, von Beginn an grösser konzipieren.

Schulleitung und Schulpflege zeigten auf, dass diese Lösungen nicht zu den pädagogischen Zielen passen würden: In Zukunft soll verhindert werden, dass Klassen ausgelagert werden müssen, wie dies im Moment unter anderem im Gemeindehaus (2 Primarschulklassen) oder im Bez-Schulhaus (Sereal-Klassen) der Fall ist.

Schulpflegepräsidentin Petra Bitterli ergänzte, dass das von der Schulpflege ausgearbeitete Konzept vom Kanton geprüft worden sei. «Es wurde als sensationell bezeichnet. Allerdings ist es keine Luxus-Lösung.»

Kurz vor Ende der Fragerunde ermunterte eine Mutter die Anwesenden, vermehrt an Gemeindeversammlungen teilzunehmen und so bei politischen Entscheidungen von Beginn an mitzubestimmen – und sich nicht erst an einer Info-Veranstaltung einzubringen. Gleichzeitig wies sie auch darauf hin, dass ja noch offene Plätze in der Schulpflege zu besetzen seien. Auch Petra Bitterli forderte die Anwesenden auf, sich eine Mitarbeit in der Schulpflege zu überlegen. (lbr)

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