Reinach
Schweizer- und Ausländer-Eltern miteinander

Die Suchtprävention aargau führt für Eltern von Oberstufenschülern aus Menziken und Reinach ihr Projekt «ElternAlltag» durch, und dies bei guter Beteiligung.

Peter Siegrist
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Die Väter und Mütter drängen sich um die Anmeldeplakate . psi

Die Väter und Mütter drängen sich um die Anmeldeplakate . psi

Rund sechzig Personen, Mütter und Väter von Oberstufenschülern, Schweizer und Ausländer kamen zur Startveranstaltung von «ElternAlltag» ins Reinacher Breiteschulhaus. Das Projekt der Suchtprävention aargau (ags) hat die Unterstützung der Eltern von Kindern in der Pubertätszeit im Fokus.

«Wie führen Eltern mit ihren halbwüchsigen Kindern das Gespräch, wenn die Situation zu Hause aus dem Ruder läuft?», fragte die Referentin Monika Graf, «das ist das Thema.»

Eltern tauschen sich aus

Die Ziele der fünf Abende sind klar umschrieben und orientieren sich an drei konkreten Problemen: Suchtmittel, Ausgang und Gamen am PC. An drei Abenden treffen sich die angemeldeten Eltern in 10er-Gruppen zum Gespräch.

Anhand einer Filmsequenz mit einem konkreten Fallbeispiel werden mögliche Reaktionen innerhalb der Elterngruppe diskutiert. «Wir peilen die Lösung mittels Gespräch an, zeigen aber die andern Fälle auch», erklärte Monika Graf. Diese Abende bieten den Eltern Gelegenheit, sich zu Hause auszuklinken und mit andern zusammenzutreffen. «Oft ist es heilsam, wenn Eltern bewusst wird, dass sie mit ihren Erziehungsfragen nicht allein sind», erklärte Graf.

Fragen wie: «Wie lange darf ich in den Ausgang, wann, wo und welche Games darf ich spielen?», beschäftigen und fordern Eltern heraus. «Und da tut der Austausch gut», so Graf.

Die drei Gesprächsabende in Gruppen werden von Koordinatorinnen geleitet, welche vom ags besonders vorbereitet wurden. Um die fremdsprachigen Eltern leichter miteinzubeziehen, wird in je einer Gruppe türkisch, albanisch oder serbo-kroatisch gesprochen.

Am 24. Oktober werden sich alle Eltern wieder im Plenum treffen und über ihre Erkenntnisse aus den Gesprächsabenden rapportieren und Erziehungstipps austauschen.

Integration im Eltern Alltag

Die Schulen Reinach und Menziken haben die Einladungen in mehreren Sprachen verteilt und damit erreicht, dass eine ansehnliche Zahl von ausländischen Eltern an dem Projekt teilnimmt. «Weil unsere zweisprachigen Koordinatorinnen viele Leute kennen, gelingt es ihnen auch, ausländische Mütter und Väter zum Mitmachen zu animieren.»

Was als Erziehungsunterstützung geplant war, wird bei der Umsetzung zum Integrationsbeitrag. Eltern lernen einander kennen, und merken, dass sie alle die gleichen Probleme zusammen mit ihren Kindern lösen müssen.

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