Reinach
Schulhaus hat Verspätung: Baustelle ist unfreiwillig im Winterschlaf

Wegen Verzögerungen bei den Vorbereitungsarbeiten werden die Elemente fürs neue Schulhaus in Reinach AG erst Mitte Januar geliefert. Der Fahrplan könne trotzdem eingehalten werden, sagt die Gemeinde.

Rahel Plüss
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Anderthalb Monate im Verzug: Die Elemente für den Schulhausneubau Pfrundmatt II werden erst am 13. Januar angeliefert.

Anderthalb Monate im Verzug: Die Elemente für den Schulhausneubau Pfrundmatt II werden erst am 13. Januar angeliefert.

AZ

Die gute Nachricht vorab: Der Bezugstermin des neuen Pfrundmattschulhauses in Reinach ist nicht gefährdet, obwohl der Elementbau mit anderthalb Monaten Verzögerung geliefert wird. Das sagte Michael Dubach, zuständig für Liegenschaften und Abnahmen bei der Abteilung Bau und Planung Reinach, auf der fast leergeräumten Baustelle.

«Der Totalunternehmer hat uns versichert, der Übergabetermin Anfang Juni könne eingehalten werden», so Dubach. Nebenan werden gerade lange Betonelemente von einem Laster geladen.

Sie sind der Grund für den Rückstand beim fünf Millionen-Projekt, das nach den Sommerferien mit elf neuen Klassenzimmern, zwei Halbklassenzimmern sowie diversen Gruppen- und Nebenräumen in Betrieb genommen werden soll.

Eigentlich wäre geplant gewesen, die Wände des Modulbaus auf Holzschwellen zu platzieren. Die Baukommission entschied sich aber auf Anraten des Totalunternehmers Erne AG Holzbau aus Laufenburg im Nachhinein für den Einsatz von Beton als Material für die sogenannten Spurschwellen.

Man habe gänzlich auf die Verwendung von Holz unterhalb der Terrainlinie verzichten wollen, erklärte Dubach. Doch diese Kehrtwende hatte Folgen, die Betonschwellen kamen nicht rechtzeitig auf der Baustelle an. Mit dem ausgebuchten Totalunternehmer musste ein neuer Termin gefunden werden. Vor dem 13. Januar war nichts zu machen.

Schlafende Baustelle irritiert

So wurde die Baustelle Anfang Dezember teilweise in Plastik gehüllt und in einen unfreiwilligen Winterschlaf geschickt. Das sorgte für Aufsehen. Bei der Abteilung Bau und Planung Reinach gingen in letzter Zeit diverse Anfragen ein. «Es wurden allerhand Gerüchte rund um die Verzögerung in die Welt gesetzt», so Dubach.

Ralf Wassmer, Projektleiter bei der Erne AG, war auch auf Platz und bestätigte die Ankunft der ersten Elemente am Morgen des 13. Januar. Während fünf Tagen würden ganze 23 Lastwagenladungen angeliefert. Grösstes Element sei das Dach mit seinen 22 Metern Länge, das in einem Stück transportiert werde.

Eine Polizeieskorte sei trotzdem nicht nötig, die zulässige Breite werde nicht überschritten. In nur einer Woche wird das Schulhaus aus den Elementen zusammengebaut. Sogar die Fenster seien bei der Anlieferung mit dem Laster schon eingesetzt. Was nachher folgt, sind der Innenausbau, die Schreinerarbeiten und die Möblierung.

Dubach, der früher selber in der Holzbaubranche gearbeitet hat, räumte ein, er verstehe die vielen ungläubigen Gesichter der Bürger, wenn vom Zeitplan die Rede sei. «Viele Leute können sich einfach nicht vorstellen, dass man in fünf Tagen ein ganzes Schulhaus aufstellen kann.»

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