Peach Weber ist der Fels in der Brandung komödiantischer Modeströmungen. Sein Publikum weiss es zu danken: Die Überraschungen liegen weniger in der Art des Programms als in neuen und unerwarteten Pointen. Das Erfolgsgeheimnis: In lichten (oder angeheiterten) Momenten kann jedem und jeder ein Wortspiel oder ein Gag unterlaufen. Bei Peach Weber freilich kommen sie in hoher Dichte.

Er nimmt das Wort beim Buchstaben, und wenn er die Gürtellinie touchiert – Schwiegermuttertag gleich Halloween –, gibt er sich den Anschein, er sei einfach der Pointen-Versuchung erlegen. Lässliche Sünde. Er hat wohl recht: Der Salzburger Stier winkt mit keinem Horn. Dafür hat er mindestens drei Generationen im Sack, wenn er beiläufig von Schawinskis Velounfall erzählt – er hatte die Lampe gegen sich gerichtet – oder sich die Frage stellt, ob ein leichter Schlaf die Matratze schone. Und woran erkennt man Terroristen? Beim Niesen! Hatschi oder Dschihad.

«Intellekteventuell»

Der Mann nimmt sich selber nicht allzu ernst. Nicht nur beim rudimentären Gitarrenspiel. Er streut in sein Programm ein paar eingängige Lieder. Und dann die Gedichte, vorab Zweizeiler und Vierzeiler. Hauptsache, sie reimen: «Mit ere Schüssle Bohne, chame de Alltag vertoone.» Das Publikum im gut gefüllten Saalbau lacht lauthals, und ist der Gag versteckt, ja sogar «intellekteventuell», gibt Peach etwas mehr Zeit.

Ein leichter Abend ists, Veganer bekommen etwas Fett weg, und Peach bevorzugt Fleisch aus Massentierhaltung, da er es gemein findet, glückliche Tiere zu schlachten. Selbstironie ist die grosse Stärke des Peach Weber, der nicht auf seine Schönheit reduziert werden möchte. Sein «Ranzen»? Der Arzt sei mit der Botoxspritze «vertschlipft». Und er weiss: Man kann immer und überall etwas lernen, man muss nur dumm genug sein.

Das Alter beschäftigt auch den Komiker: Überall schauten Würmer zum Boden heraus, weil sie meinten, es gebe Zmittag. Und im Altersheim Faltenglück läuft ihm beim Anblick der Speisekarte das Wasser in den Windeln zusammen. Der alternde Peach hat Galgenhumor. Das Publikum hat auch Spass daran, wenn er sich über Haustiere, Beziehungen und Dr. Google auslässt. Und das stets trocken-fröhlich und mit einem Augenzwinkern.

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