Der Schwerpunkt des Angebots liegt auf typischen Confiserie-Produkten. «Wir werden auch saisonale Vacherin-Glacetorten anbieten und auf Bestellung beispielsweise individuelle Torten oder kleine Gläsli-Desserts herstellen», erklärt Geri Heiniger und fügt an: «Alles, was nur einen Tag haltbar ist, gibt es bei uns vorerst nicht im Standardangebot.»

Gemeint sind damit Produkte wie Cremeschnitten, Himbeertörtchen und Co. Die Palette werde aber laufend ausgebaut. «Die Eröffnung ist jetzt einmal ein Anfang», so Reni Heiniger. An Erfahrung in der Gastronomie fehlt es nicht: Seit zwölf Jahren sind die beiden Kölliker als «Störköche», sogenannte «Mietköche», an privaten Anlässen unterwegs.

Es war vor drei Jahren, als das Paar begonnen hatte, selber Schokoladeprodukte herzustellen. Reni Heiniger kommt aus der Branche: Die 47-Jährige ist gelernte Konditor-Confiseurin und hat im Laufe der Zeit auch immer wieder Weiterbildungen besucht und selber Kurse gegeben. Geri Heiniger ist seit 2003 selbstständig im IT-Bereich tätig. «Momentan noch 100 Prozent, aber da will ich im Laufe der Zeit das Pensum reduzieren», sagt der 50-Jährige.

In den vergangenen drei Jahren produzierte das Ehepaar zu Hause für Freunde oder Bekannte. Das Ganze professionell in einem Geschäft zu vertreiben, «diese Idee kam uns erstmals im Januar diesen Jahres», erzählt Reni Heiniger. Damals hatte sie sich Zeit genommen, über ihre berufliche Zukunft nachzudenken: Vor 15 Jahren begann sie, in leitender Funktion in einer Kirche im Gastro-Bereich zu arbeiten. «Aus dem damals geplanten einen Jahr wurden 15 Jahre», sagt die Schokoladen-Liebhaberin. In diesen Jahren organisierte und betreute sie einen Mittagstisch, das kircheneigene Café und Vieles mehr. «Im Januar dachten wir uns dann, das würde doch Sinn machen, jetzt etwas im Bereich Gastronomie professionell aufzubauen», sagt Geri Heiniger. In 10 Jahren sei es dafür zu spät und sie beide zu alt.

Die erste Idee war, das eigene Gästezimmer zu kühlen, um es als Produktionsraum für die Pralinenherstellung umzubauen. «Aber die Hemmschwelle ist halt hoch, wenn man zu jemandem nach Hause gehen muss, um Schokolade oder Pralinés zu kaufen», sagt Geri Heiniger. Da begannen sie, sich nach einem geeigneten Ladenlokal umzusehen – und wurden schnell fündig: Die Kirchgasse 13 stand seit drei Jahren leer. «Dieses Lokal hat auf uns gewartet», sagt Reni Heiniger mit einem Augenzwinkern.

Auf den insgesamt 130 Quadratmetern sollen Verkaufsfläche, Produktionsstätte, eine kleine Café-Ecke sowie ein Kursraum Platz finden. «Alles soll ineinander übergehen, uns ist Transparenz sehr wichtig», sagt Reni Heiniger. Das gilt auch für die Produkte. «Da kommen keine Zusatzstoffe rein», deshalb seien ihre Pralinés auch nicht zwei Monate haltbar. Geri ergänzt: «Wir wollen ehrliche, nachhaltige Produkte». Und was ist die Vision, die hinter dem ganzen Projekt steht? «Man soll mit unseren Produkten Emotionen und Botschaften überbringen können – ein «Danke», ein «Entschuldigung» oder einfach ein «I ha di gärn».

Eröffnung Samstag, 5. September, 9–16 Uhr, Kirchgasse 13, Kölliken