«Ich bin auf dem Weg nach Wangen-Lachen, eine Gemeinde am Zürichsee. Trotz des schönen Wetters, werde ich nicht an den See sitzen. Ich muss in den Proberaum – üben. Ich spiele Schlagzeug. Seit Kurzem bin ich Mitglied einer dreiköpfigen Band namens ‹Honey&Lemon›. Wir kombinieren die Stilrichtungen Singer-Songwriter, Pop-Rock und Elemente des Folk-Rocks. Gitarrist und Bassist kennen sich schon länger. Die offizielle Bandprobe beginnt erst heute Abend. Weil ich aber noch nicht lange dabei bin, werde ich mir heute Nachmittag die Musikstücke anhören und meine Drumsets üben. In ein paar Wochen haben wir einen Auftritt – in einer kleinen Bar in Oerlikon. Ich spiele zwar schon seit 30 Jahren Schlagzeug, aber es ist mein erster Auftritt mit dieser Band.

Ich reise jetzt rund zwei Stunden mit dem Zug bis nach Wangen-Lachen. Ich habe seit Jahren ein GA. Deshalb bin ich meistens mit dem Zug oder Bus unterwegs. Ich kann zwar Autofahren, habe aber kein Auto. Im Zug höre ich Musik, lese ein Buch oder studiere über Gott und die Welt nach. Es kann auch interessant sein, die anderen Passagiere zu beobachten. Zwischendurch mache ich eine Fahrt ins Blaue.

Ich bin im Kanton Bern, in der Nähe von Burgdorf geboren und aufgewachsen. Letzten Herbst habe ich mich dann für einen Ortswechsel entschieden und bin zu meiner Freundin nach Schöftland gezogen. Die Gemeinde gefällt mir gut, es ist halt ein Dorf. Aarau kannte ich vorher gar nicht. Ich finde die Stadt super: Sie ist vielseitig und hat viel zu bieten. Ich habe noch nicht alles gesehen und brauche noch Zeit, um sie richtig kennenzulernen. Ich könnte mir aber gut vorstellen, in Zukunft hierher zu ziehen.

Ich habe eine kaufmännische Lehre absolviert. Seit eineinhalb Jahren bin ich aber arbeitslos. Der Wiedereinstieg ins Berufsleben stellt sich als schwieriger heraus als gedacht. Ich möchte aber nicht einfach jammern und herumsitzen, sondern etwas dagegen tun und in die Zukunft schauen. Dabei kam mir die Idee, meine eigene Firma zu gründen. Den Domainnamen habe ich bereits reserviert. Die Firma soll Blitz-Büro heissen und Dienstleistungen im kaufmännischen Bereich anbieten. Ich will also Kleinunternehmen unterstützen, indem ich die administrativen Aufgaben wie das Rechnungswesen, das Mahnwesen oder Telefonate erledige. Im Moment habe ich zwei Kunden und arbeite fünf bis zehn Stunden im Monat, aber das reicht natürlich nicht aus. Ich hoffe, mit meiner Firma weitere Kunden akquirieren zu können.»