Schöftland
Vorbereitungen laufen auf Hochtouren: Pfadi Schöftle wird 100 und erhält Besuch von «Mars»

Die Vorbereitung für die grosse Feier unter freiem Himmel laufen in Schöftland seit Tagen auf Hochtouren.

Cynthia Mira
Drucken
Teilen
Vorgänger Max Bolliger staunt über den Elan von Isabelle Doswald und Leon Zanghellini. Er schaut ihnen beim Aufbau des Festgelände gerne zu.

Vorgänger Max Bolliger staunt über den Elan von Isabelle Doswald und Leon Zanghellini. Er schaut ihnen beim Aufbau des Festgelände gerne zu.

Alex Spichale / WYS

Am Samstag feiert die Pfadi Schöftle ihr 100-Jahr-Jubiläum. Das Fest findet auf der Wiese beim Schützenhaus am Mattenweg in Schöftland statt. Bereits jetzt ziert ein Festband mit Weltallmotiven die Pfadi-Krawatte des OK-Teams, passend zum Jubiläumsmotto «Apollo 100 – Pfadi Schöftle hebt ab!» Das OK-Präsidium teilen sich Isabelle Doswald und Leon Zanghellini alias Amira und Cosmo.

Kulinarisch werden die Pfadi-Liebhaber mit Crêpes, Schlangenbrot und Bami Goreng verwöhnt. Das Abendprogramm bietet um 21 Uhr eine Feuershow, zudem spielen diverse Bands auf. Der 22-jährige Zanghellini nennt als Highlight die Kinder, die ihre Freude haben werden. Es sei die Belohnung für die Arbeit, die hinter der Organisation stecke. Isabelle Doswald freut sich besonders auf die Schnupperaktivitäten zwischen 14 und 16.30 Uhr, die mit einem Postenlauf enden werden. Sie ist seit 2004 in der Pfadi.

Die 24-Jährige schwärmt von den erlebnisreichen Nachmittagen an den Wochenenden. Auf die Frage, was denn Pfadikinder von Nicht-Pfadikindern unterscheidet, gibt sie lachend zur Antwort:

«Pfadikinder können teilen.»

Zudem sei ihnen der Umgang mit der Natur vertrauter und viele würden ihre überschüssige Energie rauslassen:

«Wir haben richtige Energiebündel und wenig zimperliche Kinder.»
Die Aufbauarbeiten auf dem Festgebiet beim Schützenhaus Schöftland dauern insgesamt zwei Wochen.

Die Aufbauarbeiten auf dem Festgebiet beim Schützenhaus Schöftland dauern insgesamt zwei Wochen.

Alex Spichale / WYS

Derzeit seien es 110 Aktive in der Pfadi Schöftle. Das Einzugsgebiet reicht von Muhen bis Knutwil. «Das ist grossartig, weil die Kinder aus insgesamt 18 unterschiedlichen Gemeinden kommen und auch neue Freunde finden», sagt sie. Die Truppe ist aber erst in den letzten Jahren stark gewachsen: «2014 waren wir eine 35-köpfige Gruppe.» Es hänge auch mit dem Leitungsteam zusammen. «Im Moment sind wir ein eingespieltes Team mit viel Elan.»

Strengere Sicherheitsregeln verändern Pfadiaktivitäten

Max Bolliger aus Schöftland stattet der Pfadi noch immer gerne einen Besuch ab. Er ist 78-jährig und weiss, Anekdoten aus früheren Zeiten zu erzählen. Denn als 7-jähriger Knabe trat er 1950 der Pfadi Schöftle bei. Er selbst durfte seinen Namen «Mars» auswählen. Ab 1960 war er fünfzehn Jahre Abteilungsleiter. Er hatte bereits das 50-Jahr-Jubiläum mitorganisiert. Zur jetzigen 100-Jahr-Feier sagt er:

«Wenn ich sehe, was sie hier auf der Wiese alles aufbauen, dann stehen mir die Haare zu Berge.»

Es sei verrückt, mit wie viel Engagement die jungen Leute bei der Sache seien. Zudem sei es schön, zu sehen, wie es mit der Pfadi immer weitergehe. «Heute gelten aber wesentlich strengere Regeln, was die Sicherheit betrifft», ergänzt Doswald. Zum Beispiel liess man früher Gruppen bis zu drei Tage allein durch die Gegend schweifen und vereinbarte einzig, dass man sich am dritten Tag in der Badi in einer anderen Gemeinde treffen würde. Das sei heute nicht mehr möglich, denn der Kontakt müsse stets sichergestellt werden. «Ich muss immer sagen können, wo genau sich ein Kind gerade befindet, eine Route ist vordefiniert», sagt Zanghellini. Dem Spass tue dies keinen Abbruch, aber die Organisation sei aufwendiger.

Einlass wird nur mit einem Covid-Zertifkat gewährt

Er staune auch darüber, an was er für die Organisation der Jubiläumsfeier alles denken müsse. Diese wurde wegen der Pandemie um ein Jahr verschoben. Der Event sei vor allem dank den Sponsoren und der Hilfsbereitschaft der Gemeinde möglich. Für die vereinsinterne Feier am Freitag sind 230 Gäste angemeldet. Für Samstag werden rund 400 Leute erwartet. Aber Achtung: Ein Covid-Zertifikat ist für alle über 16-Jährigen Pflicht, um das Gelände zu betreten. Schliesslich soll die Jubiläumsfeier nicht als Superspreader-Event in Erinnerung bleiben.

Aktuelle Nachrichten