Schöftland
Aus einer Schöftler Tiefgarage sollen 12 Wohnungen entstehen

Dem Hügeliweg im südlichen Teil Schöftlands steht Grosses bevor: Die bald 100 Jahre im Dorf ansässige Baufirma Kaiser AG plant dort eine Arealüberbauung. Das Land für das Bauprojekt hat bereits dem Firmengründer gehört.

Florian Wicki
Drucken
Teilen
Anstelle der Tiefgarage am Hügeliweg soll eine Überbauung entstehen.

Anstelle der Tiefgarage am Hügeliweg soll eine Überbauung entstehen.

Florian Wicki

Am Hügeliweg – in der Kurve vor der Schöftler Dorfausfahrt in Richtung Wittwil/Staffelbach – stehen die Bauprofile seit über einem Monat. Nun gibt ein Baugesuch Auskunft darüber, was in Bälde auf dem Areal entstehen soll, auf dem derzeit noch eine Tiefgarage steht.

Diese gehört – wie die gesamtem fast 2800 Quadratmeter der Parzelle 1054 – der Erbengemeinschaft R. Kaiser-Willi aus Schöftland, also den Nachfolgern des ehemaligen Chefs der Schöftler Baufirma Kaiser AG, Rudolf Kaiser. Der liess die Tiefgarage in den 80er-Jahren bauen, erstanden hatte das Grundstück vor 50 bis 60 Jahren bereits sein Vater und Gründer der Baufirma, Paul Kaiser.

Bisher wurden einige Parkplätze innerhalb der Tiefgarage an die umliegende Nachbarschaft vermietet, der Rest diente der Baufirma als Abstellplatz.

Parkplätze weichen Wohnungen

Damit ist bald Schluss, geht aus dem Baugesuch hervor, das noch bis Mitte August auf der Gemeindeverwaltung Schöftland öffentlich aufliegt. Denn die Garage soll einem vierstöckigen Mehrfamilienhaus mit drei Zwei-Zimmer- und neun Drei-Zimmer-Wohnungen weichen.

Dafür wurde das rund 4 Millionen Franken teure Bauprojekt von der Zürcher Architekturfirma Ken Architekten BSA AG – der zuständige Architekt ist Jürg Kaiser, Verwaltungsrat der Kaiser AG, Sohn von Rudolf Kaiser und somit Teil der Erbengemeinschaft – eigens als Arealüberbauung konzipiert. Das erklärt auch, wieso das Gebäude zwar in der (eigentlich zweigeschossigen) WA2-Zone stehen, aber trotzdem viergeschossig werden soll: Arealüberbauungen müssen mindestens 2000 Quadratmeter Fläche haben und besondere Ansprüche in der Planung erfüllen, dürfen dabei aber in Sachen Anzahl Stockwerke und Ausnützungsziffer von der Bau- und Nutzungsordnung der jeweiligen Gemeinde abweichen.

Aktuelle Nachrichten