Reinach

Schnupperstunde auf dem Glatteis für Daheimgebliebene

Heute veranstaltet der Eislaufclub Mittelland zum letzten Mal eine Probelektion für alle Daheimgebliebenen.

Heute veranstaltet der Eislaufclub Mittelland zum letzten Mal eine Probelektion für alle Daheimgebliebenen.

Der Eislaufclub Mittelland bietet Daheimgebliebenen während der Sportferien die Möglichkeit, sich im Eiskunstlauf auszuprobieren.

Mit Minus 3 Grad Celsius ist es in der Eishalle in Reinach sogar noch kälter als draussen. Die Luft ist erfüllt von klassischer Musik, auf dem Eis wimmelt es von jungen Eisläuferinnen, die anmutig übers Eis tanzen. Zwischendurch wagt die eine oder andere einen kühnen Sprung. Gestern lud der Eislaufclub Mittelland (ECM) zum zweiten Mal in dieser Woche zu einem Schnuppertraining für Daheimgebliebene. Zum Beispiel für die 10-jährige Cindy Rölli. Nach kurzer Zeit auf dem Eis lernt sie mithilfe von Trainerin Marisa Leutwyler und anderen Schülerinnen erste kleine Finessen des Eiskunstlaufs.

Auf Nachfrage, ob der Kurs den nur für Kinder oder auch für Erwachsene sei, erwidert die Präsidentin des Eislaufclubs Mittelland, Katharina Leutwiler: «Bei uns sind alle willkommen, egal ob Jung oder Alt.» Beim Eislaufclub Mittelland gebe es verschiedene Kurse für jegliche Ambitionen. Seien es die «Sternli» Kurse, bei welchen man sich die Grundlagen des Eiskunstlaufes aneignen könne, oder auch die «Hobbykurse», bei welchen der Spass im Vordergrund stehe. Die ganz Ambitionierten hätten die Möglichkeit, die schweizerischen Prüfungen von Interbronze bis Gold zu absolvieren.

Auf der linken Seite der Eisfläche leitet Marisa Leutwyler den Schnupperkurs übers Eis. Sie selbst läuft auf dem Niveau Interbronze und zeigt den Anfängern die Basis des Eiskunstlaufs. Geübt werden einfache Schrittabfolgen, eine schöne Haltung und das Rückwärtsfahren. Derweil findet auf der rechten Eisseite eine Trainingseinheit statt. Die Eisläuferinnen hier sind alle auf dem Niveau Interbronze und höher, ein Teil von ihnen tritt auch schon an der Schweizer Meisterschaft an. Eines haben aber Anfängerinnen und Fortgeschrittene gemeinsam: Egal ob sie beim zweifachen Lutz oder beim Rückwärtsfahren hinfallen, sie stehen wieder auf und probieren es erneut, bis es klappt. So auch Kantischülerin Selina Hirt: Sie läuft auf Niveau Intergold und feilt gerade an ihrer Kür. Mit hoher Präzision tanzt sie über das Eis und zeigt beeindruckende Sprünge. Die Kür wird solange trainiert, bis jedes Detail perfekt sitzt.

Hin und wieder durchmischen sich die beiden Gruppen auf dem Eis, Unfälle gibt es aber keine – die Läuferinnen manövrieren gekonnt aneinander vorbei. Rücksicht wird hier grossgeschrieben. Sowieso sei man im Club ein wenig wie eine Familie, sagt Katherina Leutwiler: «Für unsere Anlässe haben wir eine Freiwilligenliste. Dank dem guten Zusammenhalt ist sie immer in kürzester Zeit ausgefüllt.» Auch sonst spürt man neben der Eisfläche das familiäre Miteinander: Eltern plaudern, frieren gemeinsam und tauschen sich aus.

Nach einer Stunde ist das Training zumindest für die Schnupperschüler beendet. Cindy Rölli ist begeistert: «Es hat mir sehr gut gefallen. Das Rückwärtsfahren war zwar schwierig und ich bin ein paar Mal hingefallen, das war aber nicht schlimm. Ich möchte in Zukunft gerne öfter herkommen.»

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