Menziken

Schlör-Areal: Die Liegenschaften werden abgerissen

Seit August sind die Bagger auf dem ehemaligen Schlör-Areal an der Arbeit. Bis Ende Winter sollen alle unbenutzten Gebäude der Mosterei abgebrochen sein. Rahel Plüss

Seit August sind die Bagger auf dem ehemaligen Schlör-Areal an der Arbeit. Bis Ende Winter sollen alle unbenutzten Gebäude der Mosterei abgebrochen sein. Rahel Plüss

Die Liegenschaften auf dem ehemaligen Schlör-Areal in Menziken werden abgebrochen. Als Nächstes ist das alte Verwaltungsgebäude an der Reihe. Als Ersters entstehen nach Abschluss der Arbeiten zwei Lagerhallen am nördlichen Parzellenrand.

Auf dem ehemaligen Schlör-Areal ist es laut und staubig, ein Bagger klaubt Metallteile aus dem Schutt. Es quietscht und rattert. Zwei Bauten sind schon niedergemacht, bis auf ein paar Grundmauern abgetragen. Das Abbruchmaterial ist fein säuberlich sortiert, ein Grossteil bereits entsorgt. Das alte Verwaltungsgebäude aus dem Jahr 1870 steht noch, seines Anbaus beraubt. Irgendwo ragen Getränkezapfhahnen aus der Wand, einst wohl beliebtester Treffpunkt im Aufenthaltsraum der Mitarbeiter. Der Rest der Halle ist weg. Geschichte.

Im Jahr 1917 entstand in der 1888 gegründeten Brauerei Schlör Menziken die erste industrielle Mosterei der Schweiz (siehe Box). Bis 2014 wurde hier unter anderem Apfelsaft produziert und abgefüllt. Dann war endgültig Schluss. Schlör verkaufte die Markenrechte an die Ramseier Suisse AG. Das Areal mit den Liegenschaften ging an die Faes Immo AG aus Beinwil am See.

Unproblematische Altlasten

Zwischen den leeren Fässern im Untergrund der alten Verwaltung riecht es noch immer nach reifem Obst. Doch die riesigen Behälter sind leer, die Leitungen führen ins Nichts. Das Tanklager und die alte Verwaltung sind als Nächstes dran. «Die Hälfte ist geschafft», konstatiert Christian Schweizer. Der Geschäftsführer der CHS Immobilien AG ist Projektleiter des über 500 000 Franken teuren Rückbaus auf dem ehemaligen Schlör-Areal sowie der nördlich angrenzenden Parzelle der einstigen Prodorglas AG. Bereits im Januar habe man mit den Vorarbeiten für den Abbruch begonnen. Dazu gehörten umfangreiche Abklärungen für die Schadstoffsanierung und die Altlastenentsorgung auf dem Prodorglas-Areal. Beides sei unterdessen abgeschlossen. «Wir hatten Glück», so Schweizer, «die vermuteten Altlasten stellten sich in der Dimension als sehr klein und in der Art des Materials als unproblematisch heraus.»

Als Erstes entstehen nach Abschluss der Rückbauarbeiten aber am nördlichen Rand der Parzelle zwei Lagerhallen. Realisiert werden sie von der Faes Immo AG und der Herzog Bau AG, der das Areal der ehemaligen Prodorglas AG gehört, gemeinsam. Damit erfüllt sich das eigentliche Vorhaben von Heinz Faes. Er interessierte sich nach eigenen Angaben nämlich ursprünglich genau deshalb für das ehemalige Schlör-Areal: weil er eine Lagerhalle bauen wollte.

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