Reinach

Sanierung für fünf Millionen: Das Centralschulhaus wird modern

Die Gemeinde Reinach investiert kräftig in die Renovation des Schulhauses. Bis zu den Sportferien läuft die zweite von zehn Etappen.

Die Sanierung des Reinacher Centralschulhaus ist in vollem Gange. Um möglichst ohne Provisorien auszukommen, wurden die Arbeiten in Etappen aufgeteilt. Bis Februar 2023 werden in das 1904/05 erbaute Haus fünf Millionen Franken investiert und so Stück für Stück modernisiert. Der Kredit dafür wurde im Juni 2018 von der Gemeindeversammlung gesprochen.

«Es lohnt sich, in dieses Haus zu investieren; etwas Besseres können wir nicht bekommen», sagte damals Gemeindeammann Martin Heiz über das altehrwürdige Haus. Letztmals investierte die Gemeinde 1992 in das «Centi» – wie es die Reinacher auch nennen. Damals wurden die Fenster, Storen und die Fassade saniert.

Zwischen Sommer- und Herbstferien wurden in einer ersten Etappe die WC-Anlagen saniert. Diese waren teilweise nicht mehr funktionstüchtig und schon sehr in die Jahre gekommen. Die neuen Anlagen lassen sich sehen. «Das Farbkonzept wurde an die ursprünglichen Farben des Hauses angepasst», sagt Bauleiter Daniel Wälti.

Man habe herausgefunden, dass das Centralschulhaus beim Bau in Gelb- und Grüntönen gehalten war. So wurden die neuen Kacheln sowie der Boden auf alt gemacht. Neu gibt es nicht mehr auf jedem Stock ein «Buben-» oder «Meitli-WC».

Denn die WC-Anlagen auf der Nordseite des Gebäudes werden bis zum Abschluss der Sanierung aufgehoben und zu Gruppenräumen umfunktioniert. Solche Räume werden für die Umsetzung des Lehrplan 21 benötigt. Seit den Herbstferien haben jetzt auch die Lehrerinnen und Lehrer auf jedem Stock ein eigenes Klo.

150 000 Franken pro Schulzimmer

Während der ersten Etappe wurden im vierten Stock zudem zwei von künftig 28 Zimmern erneuert. Dazu wurden die Räume komplett entkernt. Kostenpunkt pro Zimmer: rund 150 000 Franken. «Je nach Grösse des Zimmers», präzisiert Michael Dubach, Leiter Liegenschaften der Gemeinde Reinach. Die neuen Schulzimmer sind modern: Nebst einer konventionellen Wandtafel – diese wurde von den Lehrern explizit gewünscht – gibt es dahinter einen Bildschirm sowie einen Visualizer.

Die Storen können in Zukunft elektrisch gesteuert werden. Die Schüler sitzen in den neuen Zimmern an Einzeltischen, die höhenverstellbar sind. «So kann die neue Unterrichtsform besser umgesetzte werden», sagt Wälti.

Jedes Klassenzimmer verfügt künftig über Einbauschränke mit Whiteboard und Pinnwänden, sowie Drahtseile, um verschiedene Sachen aufzuhängen. Auch hier wurde das Farbkonzept umgesetzt. Ob WC-Anlage oder Schulzimmer: die alten Heizelemente – freistehende Öfen – bleiben erhalten.

Brandschutztüren in jedem Stock

Ein wichtiges Thema für die ganze Sanierung ist der Brandschutz. Träger müssen verkleidet und es müssen auf jedem Stock der vier Stöcke Brandschutztüren eingebaut werden. Aktuell bis zu den Sportferien läuft die zweite von ungefähr zehn Etappen. Dabei werden je zwei Schulzimmer auf drei Etagen erneuert. Für diese Phase wurden zwei Klassen vorübergehend in das Schulhaus Neumatt gezügelt.

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