Kölliken
Sanierung fast abgeschlossen: So schön strahlt das Salzmehus nur alle 40 Jahre

Michael Küng
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mik-0198
28 Bilder
Nach einem Monat Arbeit ist die Sanierung fast vollendet.
Drohnenaufnahme vom Strohdachhaus Salzmehus in Kölliken.
Per Lift werden neue Schilfbündel auf das Dach gefahren.
Nahaufnahmen des frisch sanierten Schilfdachs des Salzmehus in Kölliken.
Es ist das grösste von drei Strohdachhäusern in der Gemeinde.
Gut 40 Jahre her ist die letzte Sanierung des historischen Gebäudes.
Andreas Bergamini zeigt die durchgerosteten Drähte, die das Stroh am Platz halten.
Andreas Bergamini zeigt die durchgerosteten Drähte, die das Stroh am Platz halten.
«Es war allerhöchste Zeit für die Sanierung.»
Etwa an schattigen Stellen wie hier.
Für das Dach ist das verheerend, denn das Moos zerstört das darunterliegende Stroh und Schilf.
Die frisch sanierte gegenüberliegende Dachseite macht den Unterschied offensichtlich.
Die neue 30 Zentimer dicke Schilfschicht wird das Haus wieder einige Jahrzehnte schützen.
Das meiste ist widerstandsfähiges Schilf, nur zuunterst ist eine im Hausinnern sichtbare dünne Strohschicht verlegt.
Die einzelnen Strohbündel werden lose zwischen einem Draht und den darunterliegenden Balken verschraubt, aufgeschnitten und gleichmässig verteilt.
Anschliessend werden sie bündig nach oben geklopft.
Anschliessend werden sie bündig nach oben geklopft.
Schliesslich wird das Stroh festgezurrt und noch ein letztes Mal...
in die perfekte Stellung gebracht.
Die untersten Strohbündel sind etwas kürzer...
... als die oberen und gegen oben besonders flauschig.
Das alte, mittlerweile nicht mehr dichte Dach wird gegen den Regen grossflächig abgedeckt.
Links neu, rechts alt: Der Unterschied wird auch von innen deutlich.
Bereits wieder aufgerichtet ist der erste von mehreren Wassersprenklern gegen Feuer. «In der ganzen Schweiz kenne ich das nur von zwei der drei Strohdachhäusern in Kölliken», so Bergamini.
Ein kleiner Dachabschnitt hat dem Denkmalschutz zuliebe den aufwendigen Abschluss bekommen, der früher angewendet worden ist.
Teilweise noch original sind die Latten, auf denen Stroh und Schilf befestigt sind.
«Die wurden sogar noch von Hand zugeschnitten», weist Bergamini auf die kleinen Unregelmässigkeiten in den Latten hin.

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Michael Küng

Das Schilf ist vergänglich – auch auf einem Strohdachhaus. In Kölliken gehen diese Woche nach etwas mehr als einem Monat die Arbeiten am neuen Dachwerk des Salzmehus zu Ende. So hell ist das Dach sonst nie, denn schon in den nächsten zwei Jahren wird die Witterung dem Schilf seine für Dächer typische dunkle Färbung verleihen.

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