Oberkulm
Sanierung der Turnhalle als Quadratur des Kreises

Eine Projektgruppe hat Pläne für die Renovierung der Neudorfturnhalle ausgearbeitet. Die Küche soll in einem Anbau untergebracht werden.

Sibylle Haltiner
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Der dritte Streich: Die nun ausgearbeitete Renovierung der Turnhalle sieht nur das Nötigste vor. cfü

Der dritte Streich: Die nun ausgearbeitete Renovierung der Turnhalle sieht nur das Nötigste vor. cfü

Christine Fürst

Die Sanierung der Neudorfturnhalle in Oberkulm geht in die dritte Runde. Am Montagabend stellten Gemeinderätin Barbara Bögli und Architekt Ernst Aemisegger die neuen Pläne vor. Bereits 2006 hatte man die ersten Schritte für eine Sanierung unternommen; damals wies der Gemeinderat das Projekt als zu teuer zurück. Ein weiteres scheiterte an der Gemeindeversammlung im Herbst 2011.

Im Anschluss an die Rückweisung hatte sich eine neue Gruppe mit Vertretern aus Schule und Vereinen an die Arbeit gemacht, um für die Gemeinde eine sinnvolle und finanzierbare Sanierung aufzugleisen. So wenig wie nötig, so viel wie möglich habe man in den neuen Vorschlag aufgenommen, erklärte Barbara Bögli. «Es war beinahe die Quadratur des Kreises.»

Ein Grossteil der Gesamtkosten von 2,1 Millionen Franken werden für dringend nötige Sanierungen gebraucht. Die Kanalisationsrohre weisen grosse Schäden auf, Apparate und Leitungen der Nasszellen haben ihre Lebensdauer erreicht, es gibt sogar Schimmelpilzbefall. Erschwerend kommt hinzu, dass die Turnhalle in der Grundwasserschutzzone liegt, was spezielle Schutzmassnahmen erfordert. Nun sollen die WC- und Duschanlagen saniert und so angeordnet werden, dass sie auch für eine weitere Halle genutzt werden könnten, die in Zukunft vielleicht einmal erstellt wird.

Im Erdgeschoss fehlen vor allem der behindertengerechte Zugang und gewisse Brandschutzvorrichtungen. Die Kosten für die notwendigen Sanierungsmassnahmen belaufen sich auf 1,5 Mio. Franken.

Ein grosses Problem ist die Küche im Untergeschoss. Bei Anlässen müssen die Gerichte jeweils mit einem Warenlift in die Halle transportiert werden. Das neue Projekt sieht einen Küchenanbau auf der Westseite vor. Dieser verursacht Kosten in der Höhe von 600 000 Franken, wegfallen würden dabei jedoch Ausgaben für die Sanierung der bestehenden Einrichtung.

Aus dem Publikum kamen viele Fragen und Anregungen. «Die meisten Vorschläge wurden bereits in der Projektgruppe diskutiert», sagte Barbara Bögli. Andererseits stehen die Pläne noch nicht im Detail fest, Anpassungen können noch vorgenommen werden. Edi Maurer, der das vorangehende Projekt bekämpft hatte, sagte: «Es ist nicht die beste Lösung, aber wir können mit den Kosten und der Nachhaltigkeit zufrieden sein.» Und Barbara Bögli hielt unmissverständlich fest: «Ob mit oder ohne Sanierung: Um eine Steuerfusserhöhung werden wir nicht herumkommen.» Das neue Turnhallenprojekt kommt im Sommer vor die Gemeindeversammlung. Wird es angenommen, können im Herbst die Arbeiten beginnen.

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