Oberkulm

Sanieren, bevor die Brücke durchrostet — Stahl wird mit Beton ersetzt

Eine Fotomontage, wie die Brücke aussehen wird.

Eine Fotomontage, wie die Brücke aussehen wird.

Die Wynabrücke verbindet Oberkulm und Gontenschwil. Die Dörfer sollen sich die Kosten von 300'000 Franken für die Sanierung deshalb teilen.

Von fünf Zustandsklassen für Bauwerke erhält die Oberkulmer Wynabrücke Klasse vier: «In schlechtem Zustand» wegen «grosser Schäden». Der Stahl der Brücke an der Gemeindegrenze zu Gontenschwil rostet, der Beton hat Risse. Nächstes Jahr soll die Brücke endlich saniert werden. Die rostige Stahlkonstruktion wird mit einer Brücke aus Stahlbeton ersetzt.

«Unser Ziel ist, kostengünstig und effizient zu sanieren, damit sie die nächsten 60 bis 80 Jahre hält», sagte Ammann Roger Schmid an der Informationsveranstaltung hinsichtlich der Gemeindeversammlung vom 22. November. Die Sanierung soll im Juli 2020 starten und acht bis zehn Wochen dauern. Während dieser Zeit wird der Verkehr via Hauptstrasse via Zetzwil umgeleitet.

Die Wynabrücke an der Grenze zu Gontenschwil (im Hintergrund der WSB-Bahnübergang).

Die Wynabrücke an der Grenze zu Gontenschwil (im Hintergrund der WSB-Bahnübergang).

Gontenschwil zahlt für Brücke mit

An der Gmeind soll der Oberkulmer Souverän einem Kredit von 150'000 Franken zustimmen. Damit die Wynabrücke saniert werden kann, müssen die Gontenschwiler (ebenfalls am 22. November) die andere Hälfte der Sanierungskosten von 300'000 Franken genehmigen.

Über die Brücke führt die Verbindungsstrasse der beiden Dörfer, es sei deshalb selbstverständlich, dass sich Gontenschwil zu 50 Prozent an der Sanierung beteilige, sagte Renate Gautschy, Ammann von Gontenschwil. Auch sie war am Infoabend dabei. Nur ein paar Gontenschwiler waren ihr zur Veranstaltung in die Oberkulmer Schulaula gefolgt.

Ist der freiwillige Brückenkredit bei ihren Untertanen kein umstrittenes Thema? Erst voriges Jahr musste die Verbindungsstrasse zu Zetzwil saniert und verbreitert werden, inklusive dortige Wyna-Brücke. Der Beteiligungsanteil für Gontenschwil für das Kantonsstrassenprojekt betrug 90'000 Franken. «Nein, wegen der wichtigen Funktion der Brücke, auch für Fahrzeuge der Landwirtschaft, waren die Leute von Anfang an mit im Boot», sagt Gautschy.

Verkehr muss weiterhin über Hauptstrasse

Ausgebaut wie zuvor die Kantonsstrasse in Gontenschwil/Zetzwil soll die Wynabrücke in Oberkulm aber nicht. Es handle sich um eine Gemeinde- und nicht um eine Hauptstrasse. An Breite der Brücke und dem Tempo 50 werde nichts geändert, sagte Roger Schmid.

Man wolle nicht dazu animieren, den Weg über die Gemeindestrasse zu nehmen, schon gar nicht Lastwagen, die ins Gontenschwiler Salzlager unterwegs seien. Für solche Transporte müsse jetzt der Weg über die sanierte Gontenschwiler-/Zetzwilerstrasse genommen werden.

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