Gemeindeversammlung

Rote Zahlen in Zetzwil trotz Steuerfusserhöhung

Traktandum: Schule Zetzwil. (Archiv)

Traktandum: Schule Zetzwil. (Archiv)

An der Gemeindeversammlung vom 23. November geht es in erster Linie um Geld.

Zwei Kreditbegehren, ein Antrag um Stellenprozente und eine Steuerfusserhöhung von 5 Prozent: Darüber müssen die Zetzwiler an der Gemeindeversammlung vom 23. November entscheiden.

Zum einen muss Geld für die Strassenbeleuchtung gesprochen werden. 2013 und 2017 wurden in Zetzwil bereits mehrere Strassenzüge auf LED-Beleuchtung umgerüstet. Jetzt soll dies für 78'000 Franken auch bei der Strassenbeleuchtung Berg-Wuest passieren. Neben der langen Lebensdauer von LED-Beleuchtung sei auch der geringere Stromverbrauch ein grosser Vorteil, wie der Gemeinderat in seiner Botschaft schreibt. «Die neue Beleuchtung hat zudem den Vorteil, dass jede Lampe programmiert werden kann und dadurch die Leistung autonom reduziert wird», heisst es weiter.

Investitionen in Primarschule

Die jetzigen Pulte der Schule Zetzwil sind schon über 25 Jahre alt, sind ergonomisch nicht mehr auf dem neusten Stand und unflexibel. Und auch die Stühle sind zum Teil instabil. Zudem fordert die Unterrichtsform in altersdurchmischten Klassen eine flexible Sitzordnung, die mit den bestehenden Pulten nicht so einfach umzusetzen ist. Deshalb beantragt der Gemeinderat 80'800 Franken für die Anschaffung von Einzelarbeitsplätzen. In den nächsten vier Jahren sollen diese schrittweise angeschafft werden.

Per Ende Schuljahr 2018/19 wird die Zusammenarbeit der Primarschule zwischen Leimbach und Zetzwil aufgelöst. Dies haben die Gemeinderäte von den beiden Gemeinden im laufenden Jahr wegen stark schwankender Schülerzahlen entschieden. Dies hat zur Folge, dass Zetzwil eine eigene Schulleitung und ein Schulsekretariat schaffen muss. Dazu soll der Souverän der Schaffung von 25 Stellenprozenten zustimmen.

Budget mit erhöhtem Steuerfuss

Der Steuerfuss soll 2019 um 5 Prozent auf 118 Prozent erhöht werden. Trotz den Mehreinnahmen von 125 000 Franken, die diese Erhöhung mit sich bringen soll, rechnet der Gemeinderat mit einem Aufwandüberschuss von 224'300 Franken (Vorjahr 105'600 Franken). «Die fixen jährlichen Auslagen, welche nicht beeinflusst werden können, steigen stetig an», heisst es in der Botschaft zur Gemeindeversammlung. Dem betrieblichen Aufwand von 4'153'600 Franken steht ein Betriebsertrag von 3'666'400 Frankengegenüber, wovon 3 Millionen Franken aus Steuererträgen resultieren.

Autor

Melanie Eichenberger

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