Samstagabend-Sport ist in Reinach seit vier Jahren am Samstag möglich. Jugendliche treffen sich in der Neumatt-Turnhalle zum freien Fussball- oder Basketballspiel, zum Musikhören und Schwatzen. Gefördert und unterstützt werden die Midnight-Games unter anderem von den Verantwortlichen für die Jugendarbeit in Reinach. Midnight-Games gehören in der Schweiz in vielen Gemeinden zu einem festen Bestandteil der Jugend- und Präventionsarbeit.

Jugendliche im Alter von 12 bis 16 Jahren können sich in einem sicheren Rahmen treffen und auch mal im gemeinsamen Spiel tüchtig Dampf ablassen.

Projektleiter in Reinach ist gegenwärtig Isa Halimi. Er ist verantwortlich, dass an den Abenden die gesetzten Regeln in und vor der Halle eingehalten werden, er ist erster Ansprechpartner für Jugendliche und deren Eltern. Unterstützt wird der Projektleiter ganz aktiv von den Junior Coaches. Schüler, wie etwa der 15-jährige Dardan Arifay, verpflichten sich, regelmässig an den Spielabenden teilzunehmen und in einem Teilbereich Verantwortung zu übernehmen. Sie spielen mit, führen die Bar oder sorgen etwa für die Musik.

Rotarier steigen in die Turnhalle

Neu engagieren sich die Mitglieder des Rotary Clubs Wynen- und Suhrental bei den Midnight-Games. «Wir sehen da eine Möglichkeit, mit Jugendlichen direkt in Kontakt zu kommen», sagt Präsident Hans Jörg Elsasser, «abgesehen davon, dass wir diese Art offene Jugendarbeit eine gute Sache finden. Der Rotary-Club unterstützt die Midnight-Games auf zwei Arten: erstens, indem einzelne Mitglieder an den Samstagen in der Turnhalle präsent sind, mitspielen, oder Arbeiten im Hintergrund übernehmen, und zweitens mit einem Geldbetrag. «Weil ja mehrheitlich ausländische Jugendliche hier teilnehmen, ist das für uns eine gute Gelegenheit, diese auf ungezwungene Art kennen zu lernen», sagt Elsasser.

Sport wird immer wichtiger

Halili ist zufrieden mit den Jugendlichen, die regelmässig kommen. «Vor den Sommerferien waren es 40 bis 50, jetzt haben wir 30 bis 35, Tendenz steigend.» Dabei werde der Sport immer wichtiger, die jungen Leute spielen mit grossem Einsatz mit. Er hofft, dass auch wieder vermehrt Schweizer Jugendliche mitmachen, «das ist aktive Integration».

Dass die Organisation gut funktioniert, stellt auch die Regionalpolizei fest. «Es läuft gut», sagt die Polizistin Andrea Kündig, «in der Halle und auf dem Heimweg der Jungen haben wir keine Probleme.»