Bottenwil

Roger Bolliger kämpfte sich an den Paralympics trotz Sturz ins Ziel

Dem Bottenwiler Roger Bolliger glückte in Brasilien der Wechsel zwischen Bahn- und Strassenrennen ziemlich gut.

Dem Bottenwiler Roger Bolliger glückte in Brasilien der Wechsel zwischen Bahn- und Strassenrennen ziemlich gut.

Die Paralympischen Spiele sind vorbei und Roger Bolliger erlebte eine intensive Zeit in der brasilianischen Metropole.

Zum Abschluss seines «Monsterprogramms» an den Paralympics in Rio erlebte der Bottenwiler Roger Bolliger einen Schreckensmoment. Im Strassenrennen, das die Küstenstrasse in Pontal entlangführte, kam der Aargauer in der ersten von drei Runden à 27,3 Kilometer zu Fall.

Der oberschenkelamputierte, 41-jährige Radfahrer wurde im Feld von einem belgischen Fahrer touchiert. Durch den Sturz wurde das Schaltsystem seines Velos beschädigt. Roger Bolliger musste bis zur Technikzone mit dem defekten Rad weiterfahren und einen Boxenstopp einlegen, der ihn zusätzlich Zeit kostete.

Trotzdem und mit viel Kampfgeist fuhr er das Rennen doch noch zu Ende. Nach den über 70 Kilometern erreichte der Athlet der Kategorie C2, der zeitgleich mit den Kategorien C1 und C3 fuhr, mit einem Rückstand von 18 Minuten auf den Sieger das Ziel und liess sich den 27. Rang notieren.

Intensiv und ein Traum

Vor dem Strassenrennen war Roger Bolliger optimistisch gewesen, dass ihm nach Platz 9 in der 3000-m-Verfolgung und Rang 20 im 1000-m-Zeitfahren auf der Bahn sowie Platz 10 im Strassenzeitfahren beim vierten Start in Brasilien eine Topleistung gelingen würde. Angesprochen auf das Programm, das er zu bewältigen hatte, und den Wechsel zwischen Bahn und Strasse meinte er: «Vier Starts sind hart und tough, aber man hat so auch vier Möglichkeiten, kann sich wieder aufbauen und nach vorne schauen.» Die Zeit, die er an seinen ersten Paralympics erlebte, umschrieb er als «intensiv», mit der Teilnahme am Grossevent in Brasilien sei für ihn ein Traum in Erfüllung gegangen. (gam)

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