Der FC Menzo Reinach hat zusammen mit der Schweizer Profi-Fussballspielervereinigung Swiss Association of Football Players (SAFP) und der Reinacher Stiftung Lebenshilfe eine neuartige Zusammenarbeit gestartet. Das Ziel: Das bisherige, beliebte Fussballcamp für Kids so zu erweitern, dass auch Menschen mit einer körperlichen oder geistigen Beeinträchtigung teilnehmen können.

«Das ist für uns ein Novum. Ich bin selber gespannt», sagt FC Menzo-Präsidentin Annemarie Fries. Sie ist treibende Kraft beim Verein für die Idee. «Ich mache das, weil ich Freude daran habe, und weil ich über Integration nicht nur reden, sondern sie auch in die Tat umsetzen will.» Brücken zu schlagen, Menschen zusammenzubringen und neue Ideen zu wagen, das sei ihr wichtig. «Fussball vereint und verbindet.»

Das Trainingscamp findet vom 2. bis 6. Oktober auf dem Fussballplatz im Reinacher Moos statt. Den Teilnehmenden stehen erfahrene und qualifizierte Trainer sowie speziell ausgebildete Betreuer für Menschen mit Beeinträchtigung zur Seite. Sie werden die Fussballbegeisterten den ganzen Tag begleiten und unterstützen. Während die Trainingsbetriebe parallel zueinander ablaufen, wird das Mittagessen gemeinsam eingenommen. Und auch wenn die Trainings zwischen den Gruppen getrennt verlaufen, besteht immer die Möglichkeit ein spontanes, gemeinsames Spiel durchzuführen.

Ohne Handy oder Spielkonsole

Unterstützt wird das Fussballcamp vom gemeinnützigen Verein Show Respect, der sich von dieser Idee von Beginn an begeistert zeigte. Antonio Iacovazzo, Verantwortlicher für Projekte von «Show Respect», sagt: «Der Fussball ist und war schon immer ein verbindendes Ereignis. Es vereint nicht nur Spass, Erlebnisse und Erfahrungen, sondern auch die Menschen miteinander. Und die Förderung von Respekt von und für Menschen aller Art ist eines der Hauptziele unseres Vereins.»

Annemarie Fries ergänzt: «Wir wollen allen Beteiligten etwas bieten, das sich fernab von Handys und Spielkonsolen bewegt. Ein Abenteuer, das sicherlich allen unglaubliche Freude bereiten wird.»

Auch Monika Landmann, Bereichsleiterin Bildung bei der Stiftung Lebenshilfe, ist davon überzeugt, dass dies ein sehr erfolgreiches Camp wird: «Gerne wirken wir bei diesem wundervollen Projekt mit und bieten begeisterten Fussballfans bei uns die Möglichkeit, an diesem Camp teilzunehmen. Wir sind uns sicher, dass alle Teilnehmer sehr viel von dieser Projektwoche mitnehmen werden.»

Am letzten Tag des Camps organisiert der Aargauische Fussballverband (AFV) einen offenen Apéro und bietet somit die ideale Gelegenheit, um sich auszutauschen und die Woche fröhlich abzuschliessen. Die Teilnehmer selbst haben dann die Möglichkeit, Autogramme von Fussballstars zu ergattern – und zum krönenden Abschluss ist noch ein kurzes Fussballspiel mit den Promis geplant. (rap)