Suhrental
Reitnau ist gegen Hochwasserschutz im Suhrental

Die Suhre soll im Suhrental revitalisiert werden, vor Staffelbach soll es ein Hochwasserrückhaltebecken geben und dazu ist noch eine moderne Melioration geplant. Doch nun stellt sich die Gemeinde Reitnau gegen das Projekt.

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Das Hochwasserrückhaltebecken Chilwis zwischen Lengnau und Endingen.

Das Hochwasserrückhaltebecken Chilwis zwischen Lengnau und Endingen.

Angelo Zambelli

Das Departement Bau, Verkehr und Umwelt des Kantons Aargau hat den Gemeinden die umfassenden Unterlagen betreffend Bauprojekte für das Hochwasserrückhaltebecken in Staffelbach sowie den Teilausbau der Suhre zugestellt. Betroffen sind die Gemeinden Attelwil, Reitnau, Moosleerau, Staffelbach, Schöftland, Hirschthal, Muhen, Oberentfelden, Unterentfelden, Suhr, Buchs, Aarau und Triengen. In diesem Raum soll die Suhre revitalisiert werden und vor Staffelbach ist ein Hochwasserrückhaltebecken geplant. Gleichzeitig ist im Gebiet eine moderne Melioration geplant. Für das Hochwasserrückhaltebecken und die Renaturierung müssten Flächen bereitgestellt werden. Die totalen Kosten für Hochwasserschutz, Revitalisierung und Melioration belaufen sich auf 50,1 Millionen Franken.

Der Gemeinderat Reitnau hat nebst Vorschlägen zur Verbesserung des Abflusses der Fliessgewässer und in Bezug auf die Zusammenkunft mit den Landwirten und betroffenen Landeigentümern folgende Stellungnahme an das Departement abgegeben: «Der Gemeinderat stützt die Anliegen der Landwirtschaft betreffend den immensen Verlusten an Fruchtfolgeflächen und spricht sich deshalb gegen das Projekt Regionaler Hochwasserschutz Suhrental aus. Es muss das Ziel sein, Landverluste durch den Hochwasserschutz möglichst zu vermeiden.» (az)