Reinach
Die Brache hinter dem Bahnhof siechte jahrelang dahin – jetzt soll daraus ein Dörfli wachsen

Einheimische Investoren wollen auf dem Voco-Areal hinter dem Bahnhof bis zu 70 Millionen Franken verbauen.

Peter Weingartner
Drucken
Auf der Brache vor dem ehemaligen Produktionsgebäude (v.l) Clo Bisaz vom Theater am Bahnhof, Investor Maurizio Angrisano, Gemeindeammann Martin Heiz, Investor Christoph Herzog, Investor Markus Walti und Architekt Stefan Hüsler.

Auf der Brache vor dem ehemaligen Produktionsgebäude (v.l) Clo Bisaz vom Theater am Bahnhof, Investor Maurizio Angrisano, Gemeindeammann Martin Heiz, Investor Christoph Herzog, Investor Markus Walti und Architekt Stefan Hüsler.

Peter Weingartner / Aargauer Zeitung

Gemeindeammann Martin Heiz freut’s: Endlich geht’s vorwärts mit der Überbauung des Voco-Areals, der Brache östlich des Bahnhofs Reinach. Nach mehrmaligen Verkäufen, zuletzt waren es zwei Pensionskassen von Versicherungen, sind die 24431 Quadratmeter Land, neben Brachland ein grosser Industriebau, in der Hand einheimischer Investoren und Gewerbetreibender: die 4Immobau AG, die Edil-Tec AG, dazu die Herzog Holding und die Mawalt Holding.

Ende der Brachlandperiode in Sicht: Einheimische Investoren wollen auf dem Reinacher Voco-Areal Nägel mit Köpfen machen.

Ende der Brachlandperiode in Sicht: Einheimische Investoren wollen auf dem Reinacher Voco-Areal Nägel mit Köpfen machen.

Peter Weingartner / Aargauer Zeitung

Architekt Stefan Hüsler stellte am Montag die konkreten Pläne vor. Im Gegensatz zu einem bewilligten Projekt aus dem Jahr 2015 der Pax Pensionskasse hat man redimensioniert. Von der Baulandfläche von gut 17000 Quadratmetern sollen 2500 als Öko- und Renaturierungsfläche ausgeschieden werden; der Bach, der das Areal quert, wird renaturiert und es soll einen Teich geben. Er spricht von einem «kleinen Dörfli», das hier entsteht.

Ende der Brachlandperiode in Sicht: Einheimische Investoren wollen auf dem Reinacher Voco-Areal Nägel mit Köpfen machen.

Ende der Brachlandperiode in Sicht: Einheimische Investoren wollen auf dem Reinacher Voco-Areal Nägel mit Köpfen machen.

Peter Weingartner / Aargauer Zeitung

Auf das Bauland kommen, um eine parkartige Begegnungsfläche in der Mitte herum, sieben Baukörper zu stehen, drei weniger als im Projekt von 2015. Geplant sind Miet- und Eigentumswohnungen; auch Kleingewerbe wie ein Coiffeur soll Platz finden in dieser drei- und viergeschossigen Wohn- und Gewerbezone. Stefan Hüsler denkt an kleinere und grössere Wohnungen. «Wer im Alter sein Einfamilienhaus verlässt, kann hier zentral und ruhig eine Wohnung finden», macht Hüsler ein Beispiel.

Rund 100 neue Wohnungen geplant

Für diese Neugestaltung und Bebauung des Areals rechnet man mit 60 bis 70 Millionen Franken Investitionen. In sechs bis sieben Jahren sollte die Überbauung stehen. Angestrebt wird eine CO2-Neutralität, die durch eine zentrale Holzschnitzelfeuerung weitgehend erreicht werde. Auch Fotovoltaik zur Stromgewinnung ist ein Thema. Man rechnet mit rund 100 Wohnungen.

Graphik des Projekts, das auf dem Voco-Areal beim Bahnhof in Reinach gebaut werden soll (auch das TAB ist enthalten). Momentan ist das Areal eine Brache.

Graphik des Projekts, das auf dem Voco-Areal beim Bahnhof in Reinach gebaut werden soll (auch das TAB ist enthalten). Momentan ist das Areal eine Brache.

Zvg / Aargauer Zeitung

Etwa 18 Millionen sollen ins Gebäude, wo bis vor etwa 15 Jahren verschiedenste Drahtarten produziert wurden, investiert werden. Das kann im Endausbau Büros, Loftwohnungen, aber auch Gewerbebetriebe beherbergen. Studios? Ein Café auf der Terrasse? Ideen sind da. Und das Theater und Kino am Bahnhof? Es werde integraler Bestandteil des Areals: Kultur, nicht nur, aber auch, für das neue «Dörfli».

Aktuelle Nachrichten