Reinach AG
Stiftung Lebenshilfe: Ein Legat sorgt für einen Millionensegen, aber die Quelle bleibt geheim

Die Reinacher Stiftung Lebenshilfe konnte im vergangenen Jahr Spenden in Millionenhöhe verbuchen. Und auch dieses Jahr hat sie einen Grund zum Feiern.

Florian Wicki
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Die Stiftung Lebenshilfe betreibt unter anderem das Integrationsprogramm «JuBiAr» für geflüchtete Menschen.

Die Stiftung Lebenshilfe betreibt unter anderem das Integrationsprogramm «JuBiAr» für geflüchtete Menschen.

Flurina Dünki

Es ist ein enormer Sprung, den die Position «Freie Spenden» im Geschäftsbericht der Reinacher Stiftung Lebenshilfe zwischen den Jahren 2019 und 2020 ausweist. Waren es 2019 noch 172'396 Franken, hat die Stiftung im vergangenen Jahr stolze 1'013'839 Franken gesammelt. Wie Geschäftsführer Philippe Crameri auf Anfrage bestätigt, ist ein Legat für den massiven Zuwachs verantwortlich, also der Wille eines oder mehrerer Verstorbener, der Stiftung mittels Testament Geld zu vermachen.

Crameri kann dazu keine weiteren Informationen geben, doch es steht fest, dass so grosse Legate – zumindest in der jüngeren Geschichte der Stiftung – eher die Ausnahme als die Regel sind: Der letzte Millionenbetrag in Sachen Spenden wurde im Jahr 2014 mit 1'511'000 Franken ausgewiesen, auch wenn dort im Bericht noch freie und zweckgebundene Spenden vermischt wurden.

Enormes Wachstum in den letzten 60 Jahren

Neben dem Geldregen feiert die Stiftung in diesem Jahr ausserdem ihr 60-jähriges Bestehen: Im Jahre 1961 wurde der Grundstein gelegt, und zwar in Form der Gründung der heilpädagogischen Sonderschule in Leimbach. Gestartet wurde mit drei Kindern, im gleichen Jahr wurde auf neun erhöht.

Fast 60 Jahre später – im Jahr 2020 – umfasste die inzwischen als Stiftung umgebaute Organisation bereits 220 Arbeits- und Ausbildungsplätze, 150 Plätze in der Berufsschule Scala und 110 Wohnplätze. Daneben erhalten 360 Menschen verschiedene Begleitleistungen.

Ausstellung zum Tag der offenen Tür

Weiter hat die Stiftung Anfang Juni ihren traditionellen Tag der offenen Tür gefeiert. Das unter coronabedingt speziellen Bedingungen: So findet man – auch heute noch und in der nächsten Zeit – rund um die Heuwiese, dem Standort der Stiftung in Reinach an der Saalbaustrasse, einen audiovisuellen Rundgang.

Mittels Mobiltelefon-Kamera und scanbaren QR-Codes können sich die Besucherinnen und Besucher Interviews anhören, die der Badener Schriftsteller Simon Libsig mit Klientinnen und Klienten der Stiftung geführt hat. Diese wurden vom künstlerischen Leiter des Theaters am Bahnhof Reinach, Clo Bisaz, nachgesprochen.

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