Hinter dem Vorhaben «Zentrumsentwicklung Schöftland, Festsetzung neuer Werkstattstandort AAR bus+bahn» steckt ein Megaprojekt. Erstens soll es die Voraussetzungen schaffen, um auf der Schöftler Hegmatte (derzeit Landwirtschaftsgebiet) ein Depot und eine Werkstatt für Aargau Verkehr (WSB) zu bauen. Zweitens sollen die Standorte Hegmatte und Mühleareal als Wohnschwerpunkte im Richtplan festgesetzt werden. Derzeit läuft das Richtplanverfahren.
Nun haben die Mitgliedsgemeinden des Regionalverbands Suhrental (RVS) zum Projekt Stellung genommen. Der Verband umfasst 12 Gemeinden des Suhren- und Ruedertals.

«Das Projekt ‹Zentrumsentwicklung Schöftland, neuer Werkstattstandort AAR› steht im Einklang mit den Zielen und Strategien der Region Suhren- und Ruedertal», schreibt der Verband in einer Mitteilung. Das Projekt sei eine Chance, einen Entwicklungsschub mit positiven Impulsen für die Region auszulösen. Der Wohnschwerpunkt eröffne die Möglichkeit, das ländliche Zentrum Schöftland deutlich zu stärken.

Im Schreiben erwähnt der RVS jedoch auch, dass das Vorhaben auch negative Seiten hat: «Gerade die kleineren Dörfer stellen sich die Frage, was es strukturell für sie bedeutet, wenn beispielsweise gute Steuerzahler nach Schöftland abwandern». Weder positive noch negative Auswirkungen liessen sich zum heutigen Zeitpunkt abschätzen. Der Regionalverband werde den Entwicklungsprozess aktiv mitgestalten und Massnahmen entsprechend dem situativen Bedarf der einzelnen Verbandsgemeinden ableiten und umsetzen. (fdu)