Reinach AG
Regierungsrat Hofmann erfährt, wie Alu Menziken mit Spezialitäten besteht

Volkswirtschaftsdirektor Urs Hofmann besucht jeden Monat eine Firma im Kanton. Gestern war es die Alu Menziken Extrusion AG. Von der Firmenleitung bekam er Positives zu hören, denn die Alu arbeitet wieder profitabel.

Peter Siegrist
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Werkzeugtechniker Zoran Horvatinovic erklärt Regierungsrat Urs Hofmann, wie genau er arbeitet.

Werkzeugtechniker Zoran Horvatinovic erklärt Regierungsrat Urs Hofmann, wie genau er arbeitet.

Peter Siegrist

An einer Werkbank in der Abteilung Werkzeugtechnik unterhielt sich Regierungsrat Urs Hofmann mit Zoran Horvatinovic aus Ex-Jugoslawien. Hofmann war gestern auf Visite bei der Alu Menziken Extrusion AG in Reinach.

Die Belegschaft und die Geschäftsleitung der Alu Menziken ist international. Dies erfuhr auch Regierungsrat Urs Hofmann im Sitzungszimmer. VR-Präsident Ingolf Planer und CEO Alex Tattersall stellten die Firma vor. Mundart verstehen sie beide bestens, «aber aus Respekt vor den Schweizern versuche ich sie nicht zu sprechen», erklärte der Österreicher Planer.

Der neue CEO, Alex Tattersall, bemerkte: «Auch nach 27 Jahren in der Schweiz, hört man mir den Holländer halt immer noch an.» Tattersall hat Gerhard Anger abgelöst, der nach dem Ausscheiden von CEO Roland Gloor die Geschäfte ad interim geführt hatte.

Positives von der Alu-Front

Regierungsrat Hofmann besucht jeden Monat eine Firma im Kanton. Der persönliche Kontakt mit der Firmenleitung und mit Mitarbeitern in den Fabrikhallen sei ihm wichtig. Begleitet wurde Hofmann von Thomas Buchmann (Arbeitsamt), Markus Rudin (Amt für Migration) und Annelise Alig (Standortförderung).

Die Firma in Reinach ist eine Tochter der Schweizerischen Montana Tech Components. Die Divisionen der Montana seien in den letzten Jahren bis auf die Alu Menziken erfolgreich gewesen, erklärte Planer, und kam auf die schwierigen Jahre 2012/2013 zu sprechen. Die damals harten Massnahmen, inklusive der Auflösung des Gesamtarbeitsvertrages, seien absolut nötig gewesen. Seit Anfang Jahr arbeite die Alu wieder profitabel.

Als die Montana Tech die Alu übernommen habe, sei nicht von Anfang an klar gewesen, wohin die Reise gehe, sagte Hofmann, «es war sogar von Heuschrecken die Rede, welche kaufen, optimieren und verkaufen». Doch das Unternehmen beweise jetzt offenbar Stabilität und töne hoffnungsvoll. Hofmann interessierte sich für die nachhaltigen Ziele der Alu Menziken.

Planer betonte, dass die Montana an der Alu festhalte. «Wir haben hier Mitarbeiter mit grosser Kompetenz.» Das Durchschnittsalter betrage 45 Jahre. Ob denn eine Neuausrichtung die Wende gebracht habe, wollte der Regierungsrat wissen. «In der Schweiz können wir nur bestehen, wenn wir uns auf Spezialitäten ausrichten, wo die Wertschöpfung grösser ist», sagte Tattersall.

Planer ergänzte: «Das Ziel ist nicht mehr die Menge in Tonnen, sondern die Menge in Franken.» Schweizer Präzision, Qualität und Verlässlichkeit zählten da. Die Alu-Verantwortlichen betonten denn auch, dass der Standort Reinach weiter gestärkt werde. «Jeder verdiente Rappen wird wieder ins Werk investiert», sagte Planer.

«Gibts noch Arbeitsplätze für Leute mit tiefer Qualifikation?», fragte Hofmann. Es gäbe noch einfache Arbeiten, so Tattersall, aber die Ansprüche würden stetig steigen. «Wir suchen immer besser qualifizierte Leute». Einen Teil ihrer 260 Mitarbeiter bildet die Alu selber aus, beschäftigt das Unternehmen doch 30 Lernende.

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