Reinach

Regierungsrat Attiger testet Lindenplatz-Kreisel im Töff

Der Lindenplatz-Kreisel und das Jugendhaus Onderwerch wurden offiziell eröffnet

Dass zwei Regierungsräte innert einer Stunde in derselben Gemeinde sprechen, kommt selten vor. Es deutet auf ein besonderes Ereignis hin – oder gleich auf deren zwei, wie am Samstag in Reinach. Einerseits fand mit der offiziellen Einweihung des Lindenplatz-Kreisels die Hauptstrassen-Sanierung ein definitives Ende, anderseits wurde mit dem «Onderwerch» das lang ersehnte Jugendhaus eröffnet.

An der «Onderwerch»-Eröffnung sprach Landstatthalter Urs Hofmann von einem «Musterprozess», der hier angelaufen sei. Kreisel-Einweihungen gebe es mehrmals pro Jahr, Projekte wie das Jugendhaus aber seien selten. «Vielleicht zu selten, weil es sehr grosses Engagement in den Gemeinden braucht, und einen Funken, der überspringt.»

Herausforderungen würden im Oberen Wynental «wie sonst kaum in einer anderen Region» angepackt. Hofmann dankte allen Beteiligten, besonders den über 100 Freiwilligen, die am «Onderwerch» mitgeholfen haben: «Sie sind die Seele eines solchen Projekts.»

Seit der Lehrzeit am bauen

Von der Bruchbude zum vielfältigen Eventlokal: So liesse sich die Geschichte des ehemaligen AEW-Gebäudes beschreiben. Gemeindeammann Martin Heiz, der auf der Bühne von Trockeneis-Nebel empfangen wurde, erinnerte sich: «Als wir Anfang 2016 hier standen, war es nicht Trockeneis, sondern Staubnebel.»

Dann bat Heiz den Bauführer Marc Hunziker (23) auf die Bühne, der noch in seiner Lehrzeit die Arbeiten betreut hatte. «Ich bin voller Freude und Stolz», sagte der Zetzwiler Maurer. Am Anfang hätten ihn ein paar Kollegen gefragt, ob er helfen komme, und dann sei es einfach immer grösser geworden. «So bin ich da hineingerutscht.»

Wenige Minuten später stand Gemeindeammann Heiz neben Baudirektor Stephan Attiger auf dem Lindenplatz. Der Regierungsrat erklärte, das hier sei mehr als ein Kreisel, es sei die Neugestaltung eines Dorfplatzes: «Es ist immer schwierig, die Balance zu halten zwischen Aufwertung und Optimierung des Verkehrsflusses. Hier ist es aber sehr gut gelungen.»

Klare Aufwertung

Attiger findet, dass es mit der Pflästerung und den Bäumen klar eine Aufwertung gegeben haben: «Eindrücklich ist auch, wie die historischen Gebäude zur Geltung kommen.» (Die vielen Baustellen im ganzen Kanton sind laut Attiger notwendig, weil der Aargau stark wächst – um 6000 bis 8000 Einwohner jährlich, also fast um die Einwohnerzahl Reinachs.

Feierlich durchschnitten Attiger und Heiz das Band über dem Kreisel. Damit öffneten sie den Lindenplatz-Kreisel für eine Oldtimer-Parade. Und dann hatten die beiden Politiker sichtlich Spass dabei, mit dem ehemaligen Grünen-Grossrat Ruedi Weber einige Runden durch den Kreisel zu drehen. Besonders, als Weber ein Rad des BMW-Töffs anhob und die Zuschauer mit dem kleinen Kunststück begeisterte.

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