Die Jahresrechnung 2018 von Kölliken kann mit einem überraschenden Plus von 1,9 Millionen Franken abschliessen. Dabei war eigentlich vorgesehen, dass die Gemeinde mit einer Null abschliesst. Woher kommt der Gewinn? Offenbar kann die Gemeinde zunehmend von ihrer Bevölkerungszunahme profitieren. So fielen die Einnahmen bei Einkommens- und Vermögenssteuern mit 11,5 Millionen Franken rund 536 000 Franken höher aus als erwartet. Schon letztes Jahr profitierte die Gemeinde hier von einem Plus von 124 000 Franken gegenüber dem Budget. Weniger gut lief es bei den Sondersteuern, deshalb bleibt unter dem Strich ein Plus von 458 000 Franken gegenüber dem Budget. Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Einnahmen um rund 288 000 Franken.

Grosse Jubiläumsdividende

Nicht eingeplant war auch die Auszahlung einer einmaligen Jubiläumsdividende von der EWS Energie AG, die vor 20 Jahren gegründet worden ist. Sie spülte 277 000 Franken in die Gemeindekasse. Günstig auch der Abschluss bei den Schulausgaben: «Der Gesamtaufwand der Schule betrug rund 5,8 Millionen Franken und liegt mit 435 000 Franken oder rund sieben Prozent unter dem Budget», sagt Gemeindeschreiber Heinz Gloor. Die grösste Einsparung habe man bei Schulmaterial für die Oberstufe umgesetzt. Ausserdem seien die Schulgelder an andere Gemeinden, kantonale Schulen und Berufsschulen niedriger ausgefallen. So wurden 126 000 Franken gespart.

Erfreulich ist, dass die Sanierungsarbeiten am Anfang Jahr wieder in Betrieb genommenen Schwimmbad mit 4,8 Millionen Franken rund 200 000 Franken günstiger waren als geplant. Gleichzeitig konnten wegen der vorübergehenden Schliessung 92 000 Franken Betriebskosten gespart werden. Und schliesslich wurde der Ausbau der Russirainstrasse verschoben, weshalb die Gemeinde die dafür vorgesehenen 700 000 Franken nicht ausgegeben hat. Ein weiterer Kredit für Strassen über 200 000 Franken wurde ebenfalls nicht in Anspruch genommen. Trotzdem wurden der Aufwertungsreserve noch 378 000 Franken entnommen. So summiert sich das Plus auf 1,9 Millionen Franken. Insgesamt umfasst die Rechnung der Gemeinde mit einem unveränderten Steuerfuss von 120 Prozent rund 30,9 Millionen Franken. (MIK)