az-Wahlkampfbus

Rasante Fahrt durch den Westaargau und eine Speckzüpfe

az-Zug überholt az-Wahlkampfbus

az-Zug überholt az-Wahlkampfbus

Der az-Wahlkampfbus fuhr zum ersten Mal in den Bezirk Kulm und machte in Menziken Halt. Werner De Schepper diskutierte mit Irene Näf (CVP), Adrian Meier (Jungfreisinnige), Benjamin von Wyl (SP), Jörg Villiger (Grüne) und Peter Hediger (BDP).

Die sechste Podiumsteilnehmerin, SVP-Nationalrätin Sylvia Flückiger, fehlte. Sie teilte im letzten Moment per SMS mit: «Leider schaffe ich es nicht, bin immer noch im Berner Oberland.» Als Wiedergutmachung liess Flückiger zwei grosse Speckzüpfen auftischen.

Sylvia Flückiger (SVP) bringt «Züpfe» statt Politik

Sylvia Flückiger (SVP) bringt «Züpfe» statt Politik

Speckzüpfe statt SVP-Politik

Werner De Schepper wollte als erstes von den Kandidaten wissen, was sie in Bern für die Alu Menziken in dieser schwierigen Zeit tun würden. Adrian Meier will zuerst die Verkehrsanbindung des oberen Wynentals verbessern. BDP-Kandidat Peter Hediger hatte für die Alu kein Patentrezept. Jörg Villiger würde sich allenfalls für Steuererleichterungen einsetzen, und Irene Näf meinte, sie würde vor allen Massnahmen zuerst einmal die Export-Import-Situation der Firmen untersuchen lassen. Benjamin von Wyl: «Mich interessiert hier der Werkplatz und das Zusammengehen von Gewerkschaften und Arbeitgebern. Die Weltwirtschaft können wir hier nicht ändern.» Und was halten die Kandidaten vom Zwei-Milliarden-Paket für die Wirtschaft des Bundesrates?

BDP-Mann Hediger möchte damit vor allem die Exportindustrie unterstützen und gleichzeitig die Mehrwertsteuer senken. Dem entgegnete der Jungfreisinnige Meier: «Steuern erlassen und zwei Milliarden verteilen sind das falsche Mittel, wenn man an die 110 Milliarden Schulden des Bundes denkt.» In die gleiche Kerbe hieb SP-Mann von Wyl: «Steuern senken und gleichzeitig Schulden abbauen, das geht nicht zusammen.» So könne man keine Konjunkturpolitik betreiben.

«Es braucht eine Strukturbereinigung»

Jörg Villiger kann der Krise auch etwas Positives abgewinnen: «So weiterfahren wie bis heute, das geht nicht», rief er ins Publikum. Der Grüne: «Es braucht eine Strukturbereinigung.» Dem widersprach die CVP-Frau Näf: «Dazu braucht es keine Krise, das muss die Wirtschaft selber lösen.»
«Die EU ist ein Bürokratiehaufen»

Unweigerlich kam die Diskussion auf die Schweiz und die EU. Von Wyl outete sich als EU-Gegner. Bei uns müssten die Regionen zusammenstehen und die Bürgerrechte hochhalten, sagte er. Und Meier doppelte nach: «Die EU ist ein Bürokatiehaufen.» Hediger differenziert: «Ich bin gegen die EU, aber ganz klar für die Bilateralen.» So auch Irene Näf : «Ich bin EU-kritisch, die EU hat die europäische Integration ganz klar verpasst.» Auch Villiger zeigte sich als EU-Gegner: «Ich würde sogar die Personenfreizügigkeit aufkünden.»

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