Muhen
Psychiatrische Dienstleistungen sind immer mehr gefragt

Die Spitex Suhrental Plus hat die neue ambulante Psychiatriepflege wegen der grossen Nachfrage bereits ausbauen müssen.

Christine Fürst
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Der Bedarf an psychiatrischen Pflegedienstleistungen ist gestiegen. Im Gegensatz dazu haben die hauswirtschaftlichen Dienstleistungen abgenommen.

Der Bedarf an psychiatrischen Pflegedienstleistungen ist gestiegen. Im Gegensatz dazu haben die hauswirtschaftlichen Dienstleistungen abgenommen.

Symbolbild: zvg

Die Spitex Suhrental Plus hat bereits ihr zweites Betriebsjahr hinter sich. Während es im ersten Jahr vor allem darum ging, zu fusionieren und alle nötigen Prozesse in die Wege zu leiten, ging es im zweiten darum, zu harmonisieren. «Wir haben in verschiedenen Bereichen Methoden vereinheitlicht, Prozesse bereinigt und verfeinert und nicht zuletzt die Strukturen unseren Bedürfnissen angepasst», heisst es in der Mitteilung zum Jahresbericht 2014. Der Spitex Suhrental Plus sind momentan 17 Gemeinden mit rund 37 000 Einwohnern angeschlossen.

Im letzten Sommer haben der Vorstand der Spitex Suhrental Plus und der Geschäftsleiter eine neue Führungsstruktur beschlossen. «Die vorherige Struktur war nicht mehr sinnvoll, es brauchte eine Leiterin für die Pflege und nicht mehrere», sagt der Vorsitzende der Geschäftsleitung, Daniel Weber. Mit der neuen Struktur könnten Entscheide schneller und fachlich fundierter getroffen werden. Am 1. September trat die neue Führungsstruktur in Kraft. Der Vorsitzende der Geschäftsleitung, Daniel Weber, und die Leiterin der Pflege, Babette Bernet, führen nun gemeinsam die Organisation. Zusammen mit den Stützpunktleiterinnen in Schöftland und Muhen bilden sie die Geschäftsleitung der Spitex Suhrental Plus. «Die Anpassungen haben sich in jeder Hinsicht bewährt und die Führungssituation verbessert», sagt Weber.

Ende des letzten Jahres konnte auch eine Pflegefachfrau Psychiatrie engagiert werden. So könne man die ambulanten, psychiatrischen Dienstleistungen professionell, mit hoher Kontinuität und nach kantonalen Vorgaben erbringen. «Es hat sich aber schnell gezeigt, dass der Bedarf an psychiatrischen Pflegedienstleistungen sehr hoch ist», sagt Daniel Weber. Deshalb hat man Anfang 2015 mit zwei neuen Mitarbeiterinnen das Team weiter aufbauen können. Der Bedarf sei noch immer sehr gross und Weber geht davon aus, dass die Nachfrage noch mehr steigen wird: «Wahrscheinlich müssen wir längerfristig noch mehr ausbauen, weil es immer mehr psychisch kranke Menschen gibt und die stationären Angebote begrenzt sind», sagt Daniel Weber.

Im Gegensatz dazu haben die hauswirtschaftlichen Dienstleistungen wie auch schon im Jahr 2013 abgenommen. Im letzten Jahr gingen sie um 14 Prozent zurück. Weber sieht dafür drei mögliche Gründe: Erstens wurden die Preise angepasst und die Tarife etwas teurer. Zweitens wird die Konkurrenz grösser und es gibt immer mehr Anbieter in diesem Bereich. Und drittens werden die hauswirtschaftlichen Dienstleistungen oft auch von Angehörigen ausgeführt. Diesem Rückgang gegenüber haben die Leistungen der Krankenpflege um 10 Prozent zugenommen.

Einer der wichtigsten Harmonisierungsschritte sei im letzten Jahr die Einführung einer einheitlichen und anforderungsgerechten Pflegedokumentation gewesen. Zudem wurde die Pilotphase für eine elektronische Einsatzplanung abgeschlossen.

An der kommenden Generalversammlung wird Markus Lüscher, zuständig für die Infrastruktur und die Informatik, aus dem Vorstand der Spitex Suhrental Plus verabschiedet. Zur Wahl vorgeschlagen ist Romain Haller, Gemeinderat von Muhen.

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