Schöftland
Pro Schöftland lädt wieder ein zum Lernen

Seit 35 Jahren bietet der Verein Pro Schöftland zwei Mal im Jahr Kurse an. Diesmal im Kursgebot: Musizieren, tanzen, Yoga, Cupcakes backen und iPhones verstehen.

Aline Wüst
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Auf dem Programm: Cupcakes backen.

Auf dem Programm: Cupcakes backen.

Aargauer Zeitung

Cupcakes sind hip. Ein Blick in die Vergangenheit des Kulturvereins Pro Schöftland zeigt: was heute die kleinen bunten Törtchen sind, war vor Jahren 35 das Peddigrohr.

Die Trends ändern sich, das Prinzip bleibt dasselbe. Zweimal jährlich präsentiert Pro Schöftland ein Kursprogramm. Darauf findet sich Altbekanntes, wie Englisch, Italienisch und Französisch Sprachkurse. Aber auch Hatha Yoga und «Atem & Bewegung» ist fast jedes Mal im Angebot. Und auch das Pan-Flötenspielen ist wieder im Kursprogramm. W

er das Musizieren mit dem alten Hirteninstrument erlernen möchte, der sollte die Chance ergreifen. «Panflöte wird wahrscheinlich diesmal zum letzten Mal angeboten», verrät Ute Borner, eine der Organisatorinnen. Sie selber besucht gerne Kochkurse. Wahrscheinlich wird sie darum auch am Kurs «Suppen selbst gemacht» mitkochen. Auch thailändisch kochen kann man dank Pro Schöftland dieses Jahr wieder üben und für einmal schlüpft sogar Organisatorin Barbara Biedermann in die Rolle der Kursleiterin: Sie zeigt im November, wie man selber Tee mischt.

Jede Anmeldung ein Erfolg

Ein Highlight dieses Programm, da sind sich die vier Organisatorinnen einig, ist das Tanzcafé 50+. Unter dem Motto: Tanzen – träumen – kennen lernen, kann in gemütlicher Atmosphäre Kaffee getrunken und Kuchen gegessen werden. Tanzen darf jeder was er will, ob Walzer, Tango, Foxtrott. Tanzlehrerin Jeanette Pierotto unterstützt solche, die ihren Tanzstil perfektionieren wollen. Einzige Bedingung: Die Tänzer müssen das 50. Altersjahr erreicht haben. Was wohl auch eher die Älteren ansprechen dürfte: der iPhone-Basiskurs im August.

Wieder im Angebot ist auch der Lesezirkel. Das Prinzip: Zu Hause lesen und dann das Gelesene gemeinsam besprechen. Wer lieber etwas mit den Händen machen möchte, kann aus Ton Kugeln formen oder ausprobieren, wie man Kürbisse mit kleinen Blüten, Beeren und Ranken, in Szene setzt.

Organisiert werden die Kurse von vier ehrenamtlich arbeitenden Frauen. Ute Borner verrät: «Für mich ist jede Kurs-Anmeldung, die bei mir eintrifft ein kleines Erfolgserlebnis.» Weil jede Anmeldung auch eine Bestätigung für die eigene Arbeit sei.

Gegründet wurde der Kulturverein 1967 vom damaligen Gemeindeammann Hans Wälty. Pro Schöftland organisierte zu Beginn Lehrlingswochenende, Unterhaltungsabende, Cabaret und Theater. Die ersten Kurse wurden erst 10 Jahre nach der Gründung durchgeführt. Heute sind sie ein wichtiger Bestandteil von Pro Schöftland. Barbara Biedermann weiss: «Es gibt Leute die warten jeweils sehnsüchtig auf das neue Programm.» Das Warten hat bald ein Ende. Nächste Woche werden die Kursprogramme verschickt.

Mehr Infos www.proschoeftland.ch