Es ist ein grosses Projekt, welches der Gemeinderat den Holzikern vorschlägt: Für 3,2 Millionen soll ein neuer Kindergarten gebaut werden.

Er ist notwendig, weil der alte Kindergarten, der notabene seit 1971 steht, zu klein ist und die ausgelagerte Kindergartenklasse im Schulhaus Hueb in eineinhalb Jahren das Schulzimmer freigeben muss.

«Zudem war es keine optimale Lösung, wenn eine Kindergartenklasse im Schulhaus untergebracht ist», sagt Ammann Peter Lüscher an der Infoveranstaltung.

Schürmatt beteiligt sich

Im jetzigen Kindergarten ist auch der heilpädagogische Kindergarten der Stiftung Schürmatt untergebracht. «Wenn wir die Schürmatt hier behalten wollen, und das ist uns ein Anliegen, kommen wir nicht um einen Neubau herum», sagt Lüscher. Das Areal, auf dem der Kindergarten steht, soll verkauft werden.

Die Stiftung Schürmatt ist bereit, sich über einen Mietvertrag über 15 Jahre an den Baukosten zu beteiligen. «Der kooperative Kindergarten in Holziken funktioniert sehr gut», sagt Werner Sprenger, der Direktor der Stiftung. Eltern, Behörde und Schulpflege würden hinter dem Konzept stehen, das sei wichtig.

Der neue Kindergarten soll ebenfalls an der Waagstrasse vis-à-vis dem alten auf dem Schulhausareal Hueb südlich des Schulhauses entstehen. So ändert sich für die Kinder der Weg zum Kindergarten nur minim. Entworfen wurde das Projekt von der Lämmli Architektur in Aarau.

Beachtet wurde dabei der Leitfaden Kindergarten, der aufzeigt, was ein Kindergarten vorzugsweise bieten soll. Es braucht Einzel- und Gruppenräume, freies Spiel sowie das Gestalten der Umgebung müssen möglich sein und die Kinder müssen sich zurückziehen, bewegen und begegnen können.

Vorgesehen sind drei Haupträume mit dazugehörigen Gruppenräumen, Toiletten und Materialräumen. Das Gebäude soll teilweise unterkellert werden. Im Keller soll es Lagerraum und einen Technikraum geben. Damit würde jedoch nicht die ganze Kellerfläche ausgenutzt werden.

Ein Bürger fand, dass der Keller deswegen übertrieben sei und man ohne Unterkellerung Kosten sparen könne. «Ohne Keller bräuchten wir mehr Fläche», sagte Lüscher. Denn Material gäbe es viel zum Verstauen. Auch der steile Abgang zum Keller wurde infrage gestellt. Die beiden anwesenden Kindergärtnerinnen sagten aber, das sei eine gute Trainingseinheit.

Die Frage, warum es anstelle des Satteldachs kein Flachdach gibt, um später allenfalls aufstocken zu können, beantwortete der Ammann so: «Der Kindergarten soll autonom sein und noch mehr Kinder wäre ein gewaltiger Schritt für Holziken.»

Eine Bürgerin fragte, warum der Kindergarten nicht an die Holzschnitzelheizung (siehe Kasten) angebunden werde. Dafür sei die Energiedichte zu gering, sagte Lüscher. Eine neue Leitung zu ziehen koste viel mehr als der vorgesehene Luft-Wärmetauscher.

Die totalen Anlagekosten betragen so rund 3,2 Millionen Franken. «Wenn unsere Einnahmen und Ausgaben gleich bleiben, müssen wir unseren Steuerfuss um 3 Prozent erhöhen», sagt Lüscher.

Über den Kredit von 3,2 Millionen für den Kindergarten wird an der ausserordentlichen Gemeindeversammlung vom 24. März entschieden. Ziel wäre es bei einem Ja, dass der Kindergarten Anfang 2016 bezogen werden könnte.