Staffelbach

Plätze, die Energie bergen – dies sind die Kraftorte der Gemeinde

Auf der Suche nach Kraftorten hat Andrea Fischbacher im Gemeindegebiet verschiedene energiereiche Entdeckungen gemacht.

Gibt es in Staffelbach Kraftorte? Also Orte, die sich durch eine erhöhte, für den Körper positive, natürliche und mit einem Pendel messbare Schwingung oder Energie auszeichnen? Um diese Frage zu beantworten, reiste Andrea Fischbacher, Leiterin der Forschungsstelle Kraft- und Kulturorte Schweiz, in den vergangenen zehn Monaten mehrmals ins Suhrental. Ihre Entdeckungen präsentierte sie kürzlich auf Einladung der Jugend- und Kulturkommission in einem Referat, das beim Staffelbacher Waldhaus gehalten wurde und zu dem knapp 40 Besucher begrüsst werden durften.

Waldhaus als Kraftort

«Auf den ersten Blick», so erinnerte sich Andrea Fischbacher an ihren ersten Besuch im vergangenen August im Suhrental, «erscheint Staffelbach als eher unauffälliger Ort und ich war überrascht, wie viele Kraftorte hier zu finden sind.» Beispielsweise zeichne sich die Umgebung um das Waldhaus an verschiedenen Stellen durch erhöhte Schwingungen aus. Danach führte die promovierte Religionswissenschaftlerin zum Bach gleich unterhalb des Waldhauses. Hier brauchte sie ihr Pendel, um die Schwingungen vor Ort sichtbar zu machen.

Kraftorte hätten, so sagte sie, in vorchristlicher Zeit oft als Kultus- und Ritualstätten gedient. Und auch in dieser Hinsicht ist sie in Staffelbach fündig geworden. Durch besonders intensive Schwingungen zeichne sich die Gegend entlang der Endmoräne des ehemaligen Reussgletschers aus, die quer durch das Suhrental verläuft. Weiter habe sie einen alten Orakelplatz entdeckt. «Dieser besitzt eine ganz eigene Spannung», meinte die Forscherin.

Streng wissenschaftlich?

Nun muss man erwähnen, dass die Kraftorteforschung für sich in Anspruch nimmt, wissenschaftlich zu arbeiten. Dieser Anspruch ist allerdings, gelinde gesagt, umstritten. «Ob jemand die Schwingungen spürt, hängt von der individuellen Sensibilität der Person ab», erläuterte die Leiterin der Forschungsstelle Kraft- und Kulturorte in ihrem Referat. «Mit Glaubensfragen aber hat die Forschung nichts zu tun», führte sie im persönlichen Gespräch am Rande des Referats weiter aus. «Bei den energetischen Schwingungen handelt es sich um physikalische Phänomene, die allerdings durch die Physik noch nicht erfasst und beschrieben werden können.»

So aber, durch das Fehlen einer logisch-mathematischen Formelsprache, entzieht sich die Kraftorteforschung dem wissenschaftsmethodischen Kriterium der Falsifikation. Solche Überlegungen allerdings spielten für die Referatsbesucher keine Rolle. Sie zeigten viel Interesse für die von Andrea Fischbacher entdeckten Schwingungen. «Gelohnt hat sich die Vortragsveranstaltung aber auch, weil die Besucher die Möglichkeit erhalten haben, die nähere Umgebung ihres Dorfes einmal aus anderer Perspektive zu betrachten», erwähnte Priska Hauri, von der Jugend- und Kulturkommission, abschliessend.

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