Reinach
«Pink Panther» bekommt weiter Gemeindegeld

Reinach regelt die familienergänzende Kinderbetreuung neu. Künftig gibt es Beiträge für Eltern, die Kita wird aber nach wie vor unterstützt.

Rahel Plüss
Merken
Drucken
Teilen
«Die Kita Pink Panther ist ein Erfolgsmodell.» Die heutige Gemeinderätin Pia Müller ist seit 2004 dabei. Sie war Mitbegründerin und erste Präsidentin des Vereins.

«Die Kita Pink Panther ist ein Erfolgsmodell.» Die heutige Gemeinderätin Pia Müller ist seit 2004 dabei. Sie war Mitbegründerin und erste Präsidentin des Vereins.

Rahel Plüss

Familienergänzende Kinderbetreuung – für die Gemeinde Reinach kein Fremdwort. Bereits seit 13 Jahren gibt es die Kindertagesstätte Pink Panther. Die Kita wurde zwar von Privaten aufgebaut, aber auf Initiative der Gemeinde ins Leben gerufen. Bis heute wird die Kinderbetreuung im rosaroten Haus von der Gemeinde finanziell unterstützt. Eine Pionierleistung, «die sich heute auszahlt», wie Pia Müller sagt. Die Gemeinderätin (FDP) und Rein- acher Sozialministerin war beim Projekt von Anfang an dabei (damals noch als Schulpflegemitglied). «‹Pink Panther› war 2004 die einzige Kita weit und breit», so Pia Müller. Heute habe sich die Institution etabliert und sei mit rund 85 Prozent «gesund ausgelastet».

Doch nicht nur das: Reinach kann jetzt, da die Gemeinden punkto Kinderbetreuung in die Pflicht genommen werden, von den langjährigen Erfahrungswerten profitieren. Ab Sommer 2018 müssen die Gemeinden nämlich eine familien- und schulergänzende Kinderbetreuung bis Ende Primarschule sicherstellen. So will es das neue kantonale Kinderbetreuungsgesetz (KiBeG).

Reglement kommt vor Gmeind

Reinach hat sich entschieden, «am Erfolgsmodell Pink Panther», wie Pia Müller sagt, festzuhalten und gleichzeitig eine subjektbezogene Finanzierung einzuführen. Das entsprechende Reglement kommt an der Gmeind vom 1. November zur Abstimmung. Konkret heisst das, dass Eltern ab 2018 je nach Einkommen Gemeindebeiträge an die Kinderbetreuung erhalten, die Kita Pink Panther aber weiterhin mit einem jährlichen Betrag unterstützt wird. Unterstützungsberechtigt sind Eltern mit einem Jahreseinkommen bis 80'000 Franken. Bis 50'000 Franken beträgt die Reduktion 18 %, bis 70'000 Franken 12 %, bis 80'000 Franken 6 %.

«Wir rechnen damit, dass sich die Kosten für die Gemeinde etwa im gleichen Rahmen bewegen wie bis anhin», sagt Pia Müller. Im Budget 2018 sind dafür 30'000 Franken eingestellt, gleich viel wie 2017. «Im Moment sehen wir keine Gefahr, dass wir tiefer in die Tasche greifen müssen.» Die Kita-Leitung habe alle bisherigen Nutzer vorinformiert und ihnen die Kosten mit dem neuen Modell vorgerechnet. «Die Abweichungen sind bei den meisten Eltern minimal. Eltern mit schwächerem Einkommen bezahlen leicht weniger, bei Eltern mit hohem Einkommen kann es grössere Veränderungen geben.»