Der grosse Drahtkäfig, der prominent an der Hauptstrasse beim Gemeindehaus Menziken steht, ist zu einem Drittel gefüllt. PET-Flaschen, Chipstüten und Büchsen liegen darin. «Das ist der Abfall, den wir in zehn Tagen an den Strassenrändern gesammelt haben», sagt Werkmeister Othmar Warmuth.

Die Mitarbeiter des Werkdienstes sammeln entlang der Hauptstrasse, den Gemeindestrassen und Schulwegen alles auf, was liegen gelassen wurde. Dies als Aktion im Hinblick auf den nationalen Clean-Up-Day, der am 9. September stattfindet. Die Gemeinde lädt an diesem Tag alle Bewohner ein, gemeinsam Abfall zu sammeln.

«Das Hauptproblem sind PET-Flaschen, Aludosen und Zigarettenschachteln», sagt Warmuth. Daneben findet sich aber auch Kurioses: «Ich habe schon Kleiderbügel und Bremsscheiben aufgelesen.» Dabei stehen in Menziken 124 Abfalleimer und Robidogs, die einmal wöchentlich geleert werden. Der Abfall, der dabei zusammenkommt, füllt fünf Container à 700 Liter.

Ein Werkdienstmitarbeiter sei zudem wöchentlich mit «Fötzele» beschäftigt. Für Warmuth ist das frustrierend. «In dieser Zeit könnten wir Arbeiten erledigen, die für die Allgemeinheit schlauer wären.» Angesichts der Menge an achtlos weggeworfenem Abfall frage er sich manchmal, ob die Leute das extra machen würden.

Ein Ärgernis für Warmuth ist auch der Haushaltskehricht, der illegal in den öffentlichen Abfalleimern oder auch am Waldrand entsorgt wird. Sogar vakuumiertes Fleisch habe er im öffentlichen Abfalleimer gefunden, sagt Warmuth. Eine Möglichkeit zur Eindämmung des Wegwerfens gibt es für ihn: «Man müsste wieder das Flaschenpfand einführen.»

Clean-Up-Day: 9. September, 9 Uhr, Treffpunkt beim Gemeindehausplatz zum gemeinsamen Abfallsammeln, anschliessend Imbiss beim FC-Cubhaus