Oftringen
Oftringen entscheidet über Einführung eines Einwohnerrates

Ende Februar wohnten über 13000 Personen in Oftringen. Die Nachbargemeinde von Zofingen wächst und wächst. Zeit für ein repräsentatives Gemeindeparlament, findet ein Komitee. Der Gemeinderat sieht auch Nachteile. Nun muss das Stimmvolk entscheiden

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Oftringen entscheidet über die Einführung eines Einwohnerrates

Oftringen entscheidet über die Einführung eines Einwohnerrates

Niklaus Wächter

Die Gemeinde Oftringen im Westaargau wird möglicherweise wieder einen Einwohnerrat (Kommunalparlament) einführen. Die Stimmberechtigten entscheiden noch in diesem Jahr über den Wechsel von der Gemeindeversammlung zum Einwohnerrat. Es ist nicht der erste Anlauf.

Den Grundsatzentscheid auf Antrag des Gemeinderates fällten die Stimmberechtigten am Donnerstagabend an der Gemeindeversammlung mit 190 zu 75 Stimmen. An der Versammlung waren 3,7 Prozent der insgesamt 7258 Stimmberechtigten anwesend.

Oftringen, eine Nachbargemeinde der Stadt Zofingen, verfügte von 1974 bis 1989 während vier Amtsperioden über einen aus 50 Mitgliedern bestehenden Einwohnerrat.

Im Herbst 1988 hatten die Stimmberechtigten eine Volksinitiative für die Wiedereinführung der Gemeindeversammlung an der Urne sehr knapp mit 644 zu 642 Stimmen zugestimmt. Eine Volksinitiative für die Rückkehr zum Kommunalparlament scheiterte im Oktober 1999 mit 1540 zu 1006 Stimmen.

Im Kanton Aargau haben zehn Städte und Gemeinden einen Einwohnerrat. Dies sind Aarau, Baden, Brugg, Buchs, Lenzburg, Obersiggenthal, Wettingen, Windisch, Wohlen und Zofingen.

Der letzte Anlauf für einen Einwohnerrat war im März 2014 in der Stadt Rheinfelden gescheitert. Die Stimmberechtigen lehnten eine Volksinitiative zur Einführung eines Einwohnerrates mit einerNein-Mehrheit von 58,6 Prozent ab. (az/sda)