Oberwynental

Oberwynental: Eine Region regt sich und wird aktiv

Die KWC in Unterkulm hat einen Neubau bezogen, die alten Hallen liegen brach. psi

Die KWC in Unterkulm hat einen Neubau bezogen, die alten Hallen liegen brach. psi

Die Neue Regionalpolitik NRP greift in die Standortentwicklung ein: Das NRP-Projekt des Gemeindeverbandes, «Standortentwicklung Arbeitsplätze in aargauSüd», unterstützt die Stärkung der Region. Dabei gibt es keinen Halt vor den Gemeindegrenzen.

Die Statistiken der letzten Jahre und die Prognosen für die Zukunft der Wirtschaftsregion aargauSüd geben nicht zum Jubel Anlass. Zwischen 2000 und 2009 entwickelte sich das Bruttoinlandprodukt im Vergleich zum Kanton unterdurchschnittlich.

In Zahlen: Im Aargau von 48 000 auf 56 000 Franken, im Wynental von 38 000 auf 41 000 Franken. Ebenso prognostiziert der Kanton, dass das Wynental bis 2030 einen «minimalen Rückgang bei der Bevölkerungszahl zu erwarten hat», währenddessen die Bevölkerung im kantonalen Schnitt um ein Prozent ansteigen soll.

aargauSüd impuls setzt Impulse

Vor diesem Hintergrund wird der Gemeindeverband aargauSüd impuls zusammen mit den Gemeinden aktiv. Matthias Räber, Vorstandsmitglied von aargauSüd, erklärte vor der Presse: «Wir haben die schwierige Situation erkannt. Wir wollen Gegensteuer geben und die Zukunft in eine positive Bahn lenken.»

Der Wille zur Veränderung sei ausgeprägt, sagte Räber. Gemeinden und aargauSüd impuls hätten bereits Prozesse und Projekte zur Stärkung des Wirtschafts- und Lebensraums angepackt.

Das NRP-Projekt (Neue Regional Politik) des Gemeindeverbandes, «Standortentwicklung Arbeitsplätze in aargauSüd», unterstützt die Stärkung der Region. «AargauSüd ist jetzt richtig am Laufen», sagte Räber. Räber leitet das Projektteam, die Administration liegt in den Händen der Geschäftsführerin Ursula Hilfiker.

Mit im Boot sind Fachleute des Planungsbüros intosens AG mit Maria Luise Hilber und Götz Datko, sowie die Inreim AG für ein mögliches Immobilien Investment-Management.

Der Wille zur Veränderung

Räber betonte, dass das Projekt die regionale Sichtweise beinhalte. Es gibt keinen Halt vor den Gemeindegrenzen. So werde auch bei dem zu entwickelnden Standortportfolio die Region als Ganzes im Zentrum stehen und nicht die kleinräumige Gliederung in den Gemeinden.

Mit einer Umfrage werden bei Gewerbe und KMU der Region Daten beschafft für eine Beurteilung der Gesamtsituation. Bei der Erstellung des Standortportfolios liege die Region im Blickwinkel. «Wir wollen rasch konkrete Ergebnisse und Vorschläge», sagte Räber.

Einzelne Gemeinden hätten dabei mit der Schaffung von Leitbildern bereits Vorarbeiten geleistet. Um etwas zu bewegen, seien Vorarbeiten und Pilotprojekte nötig. Datko attestierte den Gemeinden der Region den «klaren Willen zur Veränderung». Ganz wichtig sei jetzt die Koordination in der Region.

Standorte zur Marktreife führen

Mit dem geplanten Portfolio mit den Arealen können die spezifischen Qualitäten der Standortregion und der Gemeinden gezeigt werden. Ganz wichtig sei es, so Datko, bei den aussichtsreichen Standorten rasch eine Marktreife vorzubereiten. Hier sei die Kooperation von Eigentümern, Investoren, Planern und Behörden zu fördern. «Wir wünschen eine gute Zusammenarbeit und eine rasche Abstimmung.

Das Ziel des Ganzen ist die Schaffung von Arbeitsplätzen, die gemischte Nutzung von Arealen in den Ortschaften. Das alte, verlassene KWC-Areal ist ein Beispiel dafür, wie man vorgehen kann. Mit dem Pilotprojekt «Platine Unterkulm» soll das brach fallende Areal in Bahnhofnähe einer neuen Nutzung zugeführt erden können. Zwei bis drei weitere Projekte sollen bis 2015 noch folgen.

aargauSüd impuls zeigt sich immer stärker als Triebfeder für den regionalen Gedanken, indem der Verband den Austausch unter den Gemeinden fördert, etwa mit den «Runden Tischen». Das Kirchturmdenken sei Vergangenheit, sagt Datko, «jetzt müssen Leuchttürme gesetzt werden.

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