Gemeindeversammlung

«Nicht mehr zeitgemäss»: Unterkulm will endlich den Beamtenstatus abschaffen

Auch über das Budget wird bald entschieden. (Symbolbild).

Auch über das Budget wird bald entschieden. (Symbolbild).

An der kommenden Gemeindeversammlung wird in Unterkulm unter anderem über ein neues Personalreglement entschieden. Das aktuell gültige Reglement ist über zwanzig Jahre alt und bedarf einer Erneuerung.

Die Wintergemeindeversammlung wird am 26. November über ein neues Personalreglement abstimmen, das als wichtigste Änderung den Beamtenstatus abschaffen soll. Der Gemeinderat schreibt zur Vorlage im Abstimmungsbüchlein: «Verschiedene Bestimmungen sind nicht mehr zeitgemäss oder haben aufgrund übergeordneter Gesetzesbestimmungen keine Gültigkeit mehr.» Ausserdem würden Mitarbeiter zwischen 20 und 50 Jahren neu fünf statt vier Wochen Ferien bekommen, und langjährige Mitarbeiter könnten in ein Sabbatical entlassen werden, wenn sie die nötige Arbeitszeit vorholen.

Dazu kommen Änderungen wie die Einführung des zehntägigen Vaterschaftsurlaubs und eines weiteren Ferientags für alle zur persönlichen Weiterbildung. Das aktuell gültige Reglement ist über zwanzig Jahre alt, es stammt noch aus dem Jahr 1998. Vorsichtig gibt sich der Gemeinderat in der aktuellen Krise beim Ausblick auf das nächste Fiskaljahr: Für 2021 plant er mit einem voraussichtlichen Aufwandüberschuss von 170'195 Franken. Verhalten gibt sich der Gemeinderat vor allem bei den Aussichten für die lokale Wirtschaft, weil die aktuelle Situation die Erarbeitung von Prognosen zu den Steuereinnahmen schwer mache.

Hingegen rechnet er in Folge der regen Bautätigkeit dank Zuzügern mit immerhin 68000 Franken zusätzlichen Steuereinnahmen bei den natürlichen Personen. Ebenfalls steigen werden die Beiträge aus dem Finanzausgleich. Dank zusätzlichen 288250 Franken rechnet Unterkulm mit 2,19 Millionen Franken aus dem Ausgleichstopf. Langfristig rechnet der Gemeinderat damit, dass ein ausgeglichenes Budget erreicht werden kann, der Steuerfuss soll deshalb bei 115 Prozent bleiben. (mik)

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