Am Sonntag in einer Woche komplettieren die Wiliberger ihre Exekutive. Gesucht wird ein Mitglied des Gemeinderats und ein Vizeammann. Während sich mit Gemeinderat Benedikt Wolf nur ein Kandidat für das Amt des Vizeammanns bewirbt, kommt es beim freien Gemeinderatssitz zur Kampfwahl. Peter Lehmann und Stephanie Weber stellen sich beide für das Amt zur Verfügung.

«Es ist sehr schön, dass die Wiliberger nun eine Auswahl haben», sagt Gemeindeammann Patric Jakob. Er erinnert sich an die Gesamterneuerungswahlen im Oktober 2017. Damals konnte von den beiden freien Sitzen nur einer termingerecht besetzt werden. Für den zweiten Sitz fand sich erst einige Monate später ein Kandidat. Nun ergibt sich aufgrund des Rücktritts von Frau Vizeammann Angelika Voser Meier per Ende Jahr erneut eine Vakanz, die geschlossen werden muss.

Stephanie Weber kandidiert als Neuzuzügerin

«Ich möchte mich gemeinsam mit den anderen Gemeinderäten für die Wiliberger Bevölkerung einsetzen und das Leben mitgestalten», sagt Stephanie Weber. Sie ist 43 Jahre alt und lebt mit ihrem Ehemann seit gut eineinhalb Jahren in einem Haus mit grossem Umschwung. Dieses – und ihre sechs Katzen – sind Stephanie Webers Hobby.

Gemeinsam mit ihrem Mann sei sie in Wiliberg sehr herzlich aufgenommen worden. Deshalb sei sie nun auch motiviert, sich für diese Gemeinde zu engagieren. Stephanie Weber ist in Derendingen SO aufgewachsen. Sie leitet die Buchhaltung der Norma AG in Reiden – darum würde sie das Ressort Finanzen im Gemeinderat besonders interessieren. «Als neuestes Mitglied des Gemeinderates ist für mich aber klar, dass ich das Ressort übernehmen werde, das mir zugeteilt wird», sagt Stephanie Weber.

Ehemaliger Brunnenmeister in den Gemeinderat

Der zweite Kandidat ist Peter Lehmann. «Das Ressort Wasserversorgung, das bisher Angelika Voser Meier betreut hat, würde mir liegen», sagt der 65-Jährige. 29 Jahre hat er sich um die Wiliberger Wasserversorgung gekümmert. Per Ende Jahr geht er als Brunnenmeister in Pension und könnte dann als Gemeinderat durchstarten – sofern die Wiliberger ihn am 8. September wählen.

«Mit 66 Jahren ist das Leben noch nicht vorbei», sagt er und macht sich Gedanken zur Zukunft der kleinsten Gemeinde im Kanton Aargau. «In den nächsten Jahren wird es Veränderungen geben», ist er sicher. Diese würde er als Gemeinderat gerne mittragen, denn dieses Amt habe ihn in der Vergangenheit schon immer gelockt. Peter Lehmann ist in Reitnau aufgewachsen und dort Jagdpächter und im Jodlerklub. Ausserdem war er Mitglied der Feuerwehr, als Wiliberg noch eine eigene hatte.

Seit 34 Jahren lebt Lehmann in Wiliberg, vor einigen Jahren hat er das Bürgerrecht erworben. Er ist gelernter Fahrzeugschmid. Bis zu seiner Pensionierung im vergangenen November war er allerdings als Anlagenführer in der Produktion der Siegfried AG tätig. Peter Lehmann ist verheiratet und hat zwei Söhne, die momentan die RS als Lastwagenfahrer in Burgdorf absolvieren.