Wynental
Neun Dörfer sind auf dem Weg zu einer gemeinsamen Kreisschule

Das Projekt «Schaffung einer Kreisschule» wird konkretisiert – bis am 5. Januar nehmen die Gemeinden Stellung. Am Dienstagabend stellte der Projektleiter die Terminplanung und den Kostenteiler vor.

Rahel Plüss
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Beat Bucher stellt die Projektskizze zur gemeinsamen Kreisschule vor.

Beat Bucher stellt die Projektskizze zur gemeinsamen Kreisschule vor.

Rahel Plüss

Die Zukunft der Oberstufe im oberen Wynental bewegt so sehr, dass die vorbereiteten Sitzgelegenheiten in der Gontenschwiler Aula zuwenig wurden und man zusätzliche Stühle herbeischaffen musste.

Der Gemeindeverband aargauSüd impuls lud am Dienstag zu einem Informationsanlass über den aktuellen Stand des Projektes «Schaffung einer Kreisschule». Es geht um die Gestaltung eines Bildungsraums, um die Zusammenlegung der beiden bestehenden Kreisschulen Homberg und Mittleres Wynental unter einer gemeinsamen Führung.

Eingeladen waren die Mitglieder von Gemeinderat, Schulpflegen und Schulleitungen der beteiligten Gemeinden Beinwil am See, Birrwil, Gontenschwil, Leimbach, Reinach, Zetzwil, Unter- und Oberkulm sowie Teufenthal. Menziken und Burg hatten sich bereits in der Vorprojektphase gegen eine Mitwirkung entschieden (az vom 4. Juli).

Ehrgeiziger Terminplan

Nachdem sich Ende August die verbliebenen neun Gemeinden in der Vernehmlassung positiv geäussert und eine Konkretisierung des Vorhabens gutgeheissen hatten, erarbeitete das Luzerner Büro «Rat und Text» eine Projektskizze. Diese stellte der operative Projektleiter Beat Bucher vor. Sie beinhaltet klare Ziele, eine konkrete Aufgabenstruktur und einen ehrgeizigen Terminplan. Bis Ende September nächsten Jahres soll ein durch das Bildungsdepartement vorgeprüfter Schlussbericht inklusive Satzungen erarbeitet werden, der den Wintergmeinden zur Genehmigung vorgelegt werden kann. Ein Raunen im Saal verriet, nicht alle sind überzeugt, dass das gelingt.

Während einer weiteren Vernehmlassungsfrist bis zum 9. Januar 2015 haben die Gemeinden nun Zeit, sich mit dem Inhalt der vorgelegten Projektskizze zu befassen und ihre Anliegen einzubringen. Offizieller Projektstart ist mit einer Kick-off-Sitzung am 20. Januar.

Finanzierung über Kreisschulen

Die Projektaufgaben werden auf fünf Gruppen verteilt. Während die Finanzen und der künftige Auftritt in zwei Arbeitsgruppen vornehmlich von Experten erledigt werden, beschäftigen sich drei Teilprojektgruppen mit den Entwicklungsaufgaben. Es geht um die Bestimmung der Führungsorgane sowie deren Kompetenzen und Verantwortlichkeiten, der Vereinheitlichung der Administrations- und Schulverwaltungsprozesse und das Festlegen pädagogischer Inhalte und Strategien. Finanziert wird das Projekt über die beiden Kreisschulen. Der vorgeschlagene Kostenteiler sieht vor, dass die budgetierten Kosten in Höhe von 77 281 Franken auf die Gemeinden gemäss ihrer Oberstufenschülerzahl aufgeteilt werden. Das macht rund 100 Franken pro Schüler.

Die Beteiligten, in erster Linie Vertreterinnen und Vertreter aus Kreisschulrat und Schulvorstand, Kreisschulpflegen und Schulleitungen, in zweiter Linie aus der Lehrerschaft, sind gefordert. Bereits bis Ende Mai sollen die Arbeitgruppen ihre ein Entwürfe vorlegen.

Man will speditiv vorwärtsmachen. «Wir wollen einen Bildungsraum schaffen, bevor uns einer übergestülpt wird», sagt Renate Gautschy, Gemeindeammann von Gontenschwil und strategische Projektleiterin. Trotzdem wolle man das grosse Ziel in kleinen Schritten erreichen und niemanden übergehen, sondern «alle auf die Reise mitnehmen».