Schöftland
Neugestaltung des Bahnhofareals sorgt für Verwirrung

Ein Ja zum Verkauf von Gemeindeland am Schöftler Bahnhof ist nicht gleichbedeutend mit einer Baubewilligung für ein 6-stöckiges Gebäude.

Elia Diehl
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Das Bahnhofsareal von Schöftland sorgt für Verwirrung. (Archiv)

Das Bahnhofsareal von Schöftland sorgt für Verwirrung. (Archiv)

Chris Iseli

Das Traktandum 6 der Gemeindeversammlung in Schöftland zur Neugestaltung des Bahnhofareals sorgt für Verwirrung.

Speziell die in der Botschaft abgebildete Projektskizze eines 6-stöckigen Bahnhofgebäudes veranlasste einen Stimmbürger zu einem besorgten Leserbrief. Gemeindeschreiber Rudolf Maurer nimmt Stellung und klärt auf.

Ortsbildverschandelung befürchtet

Der Schöftler monierte, dass man den einzigartigen und schönen Ortskern mit dem «überrissenen Bauvorhaben verschandle». Der «überdimensionierte Mammutbau der WSB» sei nicht in die Umgebung eingepasst.

Daher sei der Verkauf der «Insel», die Parzelle an der Bahnhofstrasse 4, abzulehnen. Zuerst solle eine Arbeitsgruppe mit Beratern des Denkmalschutzes geschaffen, ähnliche Bahnhofprojekte besichtigt und «vernünftige Alternativvorschläge» diskutiert werden. Beim Verkauf von Gemeindeland dürfe zudem erwartet werden, dass rechtsverbindliche Gestaltungspläne vorgelegt würden.

Bauprojekt ist noch gar nicht fix

Die Skizze sei nur eine unverbindliche Machbarkeitsstudie und von AAR bus+bahn veranlasst, so Maurer. Wie das Projekt realisiert wird, steht noch nicht fest. Vorerst gehe es nicht um die Überbauung, sondern nur um den Landverkauf.

«Der Investor wird erst in die Planung investieren, wenn der das Land gekauft hat», begründet Maurer die Reihenfolge. Der Verkauf sei nicht mit einer Baubewilligung gleichzusetzen.

Da finanziell nicht beteiligt, kann die Gemeinde bei der Planung nicht mitreden, die Denkmalpflege ist aber eingespannt. Die Neugestaltung des Buswendeplatzes, der in Zuständigkeit der Gemeinde fällt, tritt man mit dem Landverkauf, der auch ein Rückkaufsrecht vorsieht, an die Inverstoren ab.

Es sei naheliegend, dass wohl verdichtet, also höher gebaut werde. Die Gestaltungsplanvorschriften müssen dafür noch geschaffen werden. In der aktuellen Zone sind nur vier Stockwerke erlaubt.

«Es braucht eine Revision des Zonenplans und der Bau- und Nutzungsordnung», so Maurer. Über diese werde die Gemeindeversammlung wieder abstimmen.