Für das neue Lokal hat die Bevölkerung nicht nur den Projektkredit, sondern auch einen Nachtragskredit diskussionslos gesprochen. An der offiziellen Einweihung vom Samstag scheute die Feuerwehr ihrerseits keinen Aufwand, um sich für dieses Vertrauen und die Anerkennung zu bedanken.

In seiner Ansprache richtete Feuerwehrkommandant Heinz Haller seinen Blick in die Vergangenheit. Noch bis Ende der Sechzigerjahre diente das Spritzenhaus, dessen Standort 200 Meter vom neuen Gebäude entfernt lag, als Anlaufstelle für die Feuerwehr.

Ausbau, Abbruch, Neubau

Da für den effizienten Einsatz immer wieder neues Material und vor allem neue Fahrzeuge angeschafft werden mussten, wurde das Spritzenhaus trotz Anbau den gestiegenen Ansprüchen nicht mehr gerecht. «Wir hatten drei Optionen: Wir konnten das alte Gebäude noch weiter ausbauen, es abbrechen und neu bauen oder aber für ein modernes Feuerwehrlokal einen neuen Standort suchen.»

Ein Chalet wird in Brand gesteckt

Das Feuerwehrmagazin liegt jetzt abseits der Hauptverkehrsachse auf einem gemeindeeigenen Grundstück. Parkplätze sind unterhalb des Gebäudes im Überfluss vorhanden und im alten Kindergarten der Turnhalle gleich hinter dem Magazin konnte ein grosszügiger Theorieraum eingerichtet werden.

Die Organisatoren der Einweihungsfeier liessen sich einiges einfallen, um den über 100 Zuschauern, darunter vier ehemalige Feuerwehrkommandanten, einen möglichst realitätsnahen Eindruck davon zu vermitteln, wie die Arbeit der Feuerwehr in früheren Zeiten vonstattenging. Auf dem Parkplatz wurde ein Miniatur-Holzchalet in Brand gesteckt und gleichzeitig wurden Plastikkessel verteilt. Nun galt es, die Kessel im nahe gelegenen Bach mit Wasser zu füllen und mittels einer langen Personenkette zum brennenden Chalet zu transportieren.

Kurz darauf wurde Unterstützung angefordert. Gezogen von zwei Pferden, traf eine historische Handruckspritze samt Mannschaft in historischen Uniformen ein.

Feuerwehr kostet viel Geld

Auch die Jugendfeuerwehr Rued mit Tanklöschfahrzeug und die Stützpunktfeuerwehr Zofingen mit Korbleiter versuchten darauf, dem Feuer den Garaus zu machen. Das unterhaltsame Spektakel illustrierte den Wandel der Zeit eindrücklich und zeigte, dass die Effizienz der Feuerwehr nicht zuletzt vom Geld abhängig ist.

Architekt Dieter Lämmli erklärte, dass es beim Neubau des Magazins galt, die Wünsche der Feuerwehr, die kantonalen Vorgaben und die finanziellen Mittel unter einen Hut zu bringen. Auf rund 1,4 Millionen Franken belaufen sich die Kosten für den Neubau. Doch dies, so erklärten es alle Redner an der Einweihungsfeier, sei eine Investition in die Sicherheit.