Die Erwartungen waren nach einem unruhigen Jahr hoch gesetzt an der GV des Vereins Regionales Alterszentrum Schöftland. Thomas Steidle, seit März neuer Zentrumsleiter, informierte die Pensionäre und die Gemeindevertreter des oberen Suhren- und des Ruedertals über seine ersten Eindrücke und gesetzten Ziele. Er wolle das Schiff «Alterszentrum» wieder in ruhigere Gewässer führen, sagte Steidle am Donnerstagabend. Der 49-Jährige, der 16 Jahre lang Direktor des Kongresshotels Arte in Olten war, folgte auf Interimsleiter Otto J. Zeller. Unter Zellers strikten einjährigen Führung kam es zu mehreren Kündigungen und Entlassungen, weshalb Steidle vor zwei Monaten ein Alterszentrum mit stark verunsicherten Pensionären und Mitarbeitern übernahm.

Um wieder stabile Arbeits- und Wohnverhältnisse zu schaffen, wolle das Führungsteam möglichst schnell zusammenwachsen, so Steidle. Er wolle darauf hinarbeiten, dass alle Bereichsleitungen einheitlichen Prinzipien folgten, um eine positive Atmosphäre für Mitarbeiter und Bewohner zu schaffen. Auch die Angehörigen der Pensionäre sollen ihre Verwandten dank gutem Klima im Zentrum gut betreut wissen. Als Express-Heiler sieht sich der neue Leiter jedoch nicht: «Manche erhoffen sich von mir, dass ich alles Unbefriedigende von heute auf morgen ändere – hier musste ich den Enthusiasmus etwas bremsen.» Das Alterszentrum bedeutet Neuland für den ehemaligen Hotelier. Die willkommenen Gespräche mit den Pensionären würden bestätigen, dass der Branchenwechsel der richtige Entscheid war.

Die restlichen Traktanden waren schnell abgehakt. Erfreulich präsentierte sich die Vereinsrechnung 2016, die mit 1836 Franken um knapp 400 Franken höher abschliesst als im Vorjahr. Die Generalversammlung der Aktiengesellschaft Alterszentrum Schöftland findet am 4. Mai statt. (fdu)