Teufenthal
Neuer Kick für Injecta-Areal: In der ehemaligen Garderobe soll eine Beiz entstehen

Wo sich einst die Arbeiter der Aluminium Giesserei in Teufenthal für ihre Schicht umzogen, soll künftig das Gastrolokal «Garderobe» entstehen.

Melanie Eichenberger
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Melanie Eichenberger

Die Rede ist von der Umkleidekabine auf dem ehemaligen Injecta-Areal in Teufenthal. «Bis 2011 wurde die Garderobe benutzt», bestätigt Walter Meier, der seit 1975 als Abwart auf dem Areal tätig ist. Jetzt sucht die Verwaltung der Liegenschaft, die Estate Agency Management SA (EAM SA), einen Pächter für das zukünftige Verpflegungslokal im Herzen des ehemaligen Industrieareals. Der künftige Pächter des Lokals sei konzeptionell frei. «Nur in der Gestaltung des Lokals haben Verwaltung und Besitzer die Hand drauf», sagt Eduard Holub von der EAM SA.

Areal mit neuer Besitzerin

Die EAM SA ist seit letztem Oktober für die Verwaltung des Grundstücks zuständig. Seit August hat das Injecta-Areal eine neue Besitzerin: die «Foncière Commerciale Teufenthale SA» mit Sitz in Fribourg. «Jetzt wird das Areal mit einem neuen Auge angeschaut», sagt der zuständige Architekt des Projekts «Garderobe», Dimitri Kaden. Das Areal solle aufgewertet werden. Seit Herbst wurden denn auch im sechsstelligen Frankenbereich Renovationen und Sanierungen getätigt. In das Gastrolokal werden zwischen 50 000 und 100 000 Franken investiert, je nach Konzept. «Der Pächter kann die Küche selbst einbauen oder sie einbauen lassen», so Holub. Dies wiederum beeinflusst den Pachtzins.

Die gesamte Fläche des Lokals beträgt 145 Quadratmeter und umfasst ein Restaurant mit ungefähr 60 Sitzmöglichkeiten. Zudem ist auch eine Terrasse für Aussenplätze geplant. In der Ausschreibung des Gastrolokal-Projekts «Garderobe» wird das ehemalige Injecta-Areal wie folgt angepriesen: «Ihr zukünftiger Gastronomiebetrieb befindet sich auf einem von zwei erschlossenen Industriearealen, jedes mit mehr als 200 Arbeitsplätzen, welche viel Kundenpotenzial darstellen.»

Eine Kantine für 200 Arbeiter

So schwebt der Verwaltung sowie dem Architekten ein mögliches Konzept vor. Es soll ein Verpflegungslokal sein, das zwei bis drei Menüs zu einem guten Preis anbietet. «Auf dem Areal hat es viele Arbeiterinnen und Arbeiter, die sich mittags verpflegen wollen», sagt Eduard Holub. Da es hier auch sehr viele Musiker gebe, die sich eingemietet hätten, sehe man auch Potenzial für das Lokal am Abend.

Mit der Suche nach einem Pächter wird nun sondiert, ob Interesse am geplanten Lokal bestehe. Nach dem Baubewilligungsverfahren, das nun an die Hand genommen wird, soll es anschliessend an die Umsetzung des bestehenden «Grobprojekts» gehen, sagt Architekt Kaden.

«Der Industrielook gehört zum Programm», so Kaden. Neben dem finanziellen Aspekt sei dies auch mit der Grund, warum möglichst viel von der Garderobe bestehen bleiben solle.

Gegen 150 Mieter haben sich in den Räumlichkeiten der ehemaligen Injecta eingemietet. «Viele kleine und ein paar grössere», sagt Eduard Holub. Darunter befinden sich etwa die Firma Backer ELC, die Heizelemente anfertigt, oder Jöly’s Vermietungen GmbH, die unteranderem Festzelte oder Hüpfburgen vermietet.

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