Reinach
Neue Regelung: Das Wildparkieren hat ein Ende

Die erste Gemeinde im Wynental setzt ein Parkierungsreglement für Gemeindestrassen und -plätze um.

Rahel Plüss
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Einfahrt in die Parkierungszone A an der Saalbaustrasse.

Einfahrt in die Parkierungszone A an der Saalbaustrasse.

Rahel Plüss

Ab 1. Mai ist das Parkieren in Reinach auf öffentlichen Strassen und Plätzen neu geregelt. Als erste Gemeinde im Wynental setzt Reinach ein Parkierungsreglement um.

Bis anhin war das Abstellen von Autos vielerorts möglich und nur teilweise zeitlich beschränkt oder kostenpflichtig: etwa mit blauen Zonen beim Bahnhof und den Schulhäusern oder mit weissen Feldern und Parkuhr auf dem Marktplatz.

Die Folge war, dass gerade in Zentrumsnähe Quartierstrassen oder öffentliche Plätze von Dauerparkierern genutzt wurden – etwa von solchen, die zur Wohnung keinen Parkplatz mieten oder die Park-und-Ride-Gebühr umgehen wollten.

Auch eine Frage der Sicherheit

Mit dem Wild-Parkieren soll jetzt Schluss sein. «Es ist nicht Ziel, die Bürger zu schikanieren», sagt Gemeinderat Rudolf Lanz.

Im Grundsatz gehe es in erster Linie darum, den Volkswillen umzusetzen, der hier einerseits mehr Gerechtigkeit, andererseits auch mehr Sicherheit für alle fordere. Denn die wild parkierten Autos seien nicht nur Ärgernis, sie behinderten teilweise auch den Verkehr und die Sicht von Verkehrsteilnehmern.

Das Parkierungsreglement teilt das gesamte Gemeindegebiet in zwei Zonen, A und B, auf. In der Zone A, der Zentrumszone, darf fortan nur noch auf den weiss markierten Parkfeldern parkiert werden.

In der Zone B, die das ganze übrige Gemeindegebiet umfasst, kann das Auto überall da abgestellt werden, wo es nach Strassenverkehrsgesetz erlaubt ist. Grundsätzlich ist das Parkieren in beiden Zonen zeitlich beschränkt.

Das gelegentliche Abstellen von Autos auf den weissen Parkfeldern in der Zentrumszone ist tagsüber auf drei Stunden beschränkt. Quasi zum Beweis der Ankunftszeit muss immer und überall eine Parkscheibe hinterlegt werden.

Für blau markierte Parkfelder gilt die zeitliche Beschränkung für blaue Zonen. Wer über die angegebene Höchstzeit parkieren will, braucht eine Parkkarte. Eine solche braucht auch, wer sein Auto regelmässig irgendwo abstellt. Als regelmässig gilt ein mindestens zweimaliges Abstellen pro Woche während mehr als drei Stunden, egal in welcher Zone.

Die Parkkarten gibt es in Form von Tageskarten für 5 Franken, Monatskarten für 48 Franken oder Jahreskarten für 390 Franken. Die Karten sind bei den Einwohnerdiensten zu beziehen.

Die Parkierung auf dem Marktplatz, in unmittelbarer Nähe zum Gemeindehaus, funktioniert wie bis anhin mit Parkuhr. Die erste Stunde ist auch in Zukunft gratis. Für Lanz ist klar: «Leute, die auf die Gemeindeverwaltung wollen oder müssen, sollen nicht noch bezahlen müssen.»

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