Die Verschiebung einer ganzen Gemeindeverwaltung ist ein hochkomplexer Vorgang. Genau das spielt sich in dieser Woche von Montag bis Mittwoch in Schmiedrued-Walde ab. Das verwaltungstechnische Herz der Gemeinde zügelt von den Räumen im alten Schulhaus (Schmiedrued) ins neue Quartier in der Ex-Raiffeisenbank (Walde).

Das heikelste Zügelobjekt, das historische Archiv, wurde bereits vor den Sommerferien transferiert – dafür wurde extra eine Fachperson beigezogen. Jetzt sind die Akten und Dokumente an der Reihe. Für den Transport wurden sie in über 200 Kisten verpackt. Gemeindeammann Marliese Loosli ist zufrieden mit dem Ablauf der Züglete: «Seit zwei Monaten wissen wir, dass heute der Tag X ist. Wir sind gut im Zeitplan.» Loosli lobt den Einsatz ihrer Mitarbeiter: «Alle legen sich richtig ins Zeug.» So auch Gemeindeschreiber Raphael Huber. Seit 1. April 2018 im Amt, ist die Züglete sein erstes grosses Projekt: «Ich habe mich sehr gut eingelebt. Es ist eigentlich alles so, wie ich es mir vorgestellt habe», sagt Huber lachend.

Warum sich der Umzug lohnt

Die Gemeindeangestellten dürfen sich auf neue, moderne Arbeitsplätze freuen. Schlicht, aber elegant sind die Sitzungszimmer, gross die PC-Bildschirme. Auch die Raumaufteilung ist auf die Bedürfnisse einer Gemeindeverwaltung zugeschnitten: «Im alten Gemeindehaus wurden die Räume für den damaligen Schulbetrieb gebaut, nicht für die Verwaltung», so Loosli. Zudem wäre im alten Gebäude eine umfassende, sehr teure Renovation angestanden. Also entschied man sich für den Umzug. 1,7 Mio. Franken waren dafür budgetiert, inklusive Gebäudekauf und Renovation. Ein Betrag, der wegen unvorhergesehener Zusatzarbeiten leicht überschritten werden muss.

Ab dem 13. August gelten verlängerte Öffnungszeiten. «Die Frequenz ist zwar tief, aber wir wollen kundenfreundlicher werden», sagt Marliese Loosli. Dazu passt auch der Tag der offenen Tür am 1. September, wo die Bevölkerung alle Räume besichtigen kann. (AKA)