Der Velounterstand des Bahnhofs Aarburg platzt aus allen Nähten, die Velos stehen überall. Das soll sich nun ändern. Die Gemeinde wird die Nordseite zu einem Ankunftsplatz umgestalten, der die Anbindung von Fussgängern und Velofahrern deutlich verbessert.

Und dank der Firma Franke wird das Ganze auch noch ansprechend aussehen, denn diese schenkt der Gemeinde fast eine ganze Ankunftshalle mit Veloabstellplätzen. Von den 1,9 Millionen Franken, welche das Gebäude kosten wird, zahlt Franke 1,5 Millionen. Den Rest übernehmen die SBB.

Die Gemeinde muss nur die Zufahrt finanzieren; einen neuen Strassenabschnitt für den Langsamverkehr von der Frankestrasse zur Steinbillenstrasse. Und da hierbei noch 330'000 Franken an Bundes-Subventionen aus dem Agglomerationsprogramm fliessen, muss die Gemeinde nur 500'000 Franken selber zahlen. Laut dem Aarburger Gemeinderat Rolf Walser kam Franke via ihre Immobilienfirma Artemis auf die Gemeinde zu. Ziel war es, die Rückseite des Bahnhofs deutlich attraktiver zu machen. «Im regen Austausch mit Franke entwickelten wir eine repräsentativere Ankunftssituation für Franke-Kunden, Mitarbeiter sowie für alle Nutzer des öV, speziell auch für die An- und Bewohner der entstehenden Siedlung Stadtblick.» Die Halle habe man mit dem Oberlichtband so hoch konzipiert, dass sie auch dem Lärmschutz dient. Man könne schon sagen: «Franke schenkt Aarburg zusammen mit den SBB eine neue schöne Ankunftshalle.» Die Gemeinde zahle so lediglich die Anbindung an den Langsamverkehr. Die Halle bietet Abstellplätze für 110 Velos. Später wäre laut Walser auch noch eine abschliessbare Einhausung möglich. Die SBB behalten sich zudem vor, je nach Passagierfrequenzen Billettautomaten und Informationsanzeigen aufzustellen. «Die Halle ist eine deutliche Aufwertung des Bahnhofes», sagt Walser.

Mit dem Umbau wird auch die Unterführung quasi als Vorleistung durch die SBB um eine Rampe erweitert. Denn die Bundesbahnen planen ab 2022 Anpassungsarbeiten am Bahnhof zur Umsetzung des Behindertengleichstellungsgesetzes. Spricht die Gemeindeversammlung am 21. Juni den Kredit für den Gemeindeanteil, wird die Halle nächstes Jahr gebaut.