Teufenthal

Nach sechs Jahren am Ziel – mit neuer Frisur wird der Aufstieg gefeiert

Teamcaptain Patrik Hartmeier im Einsatz.

Teamcaptain Patrik Hartmeier im Einsatz.

Die Interclub-Mannschaft des Tennisclubs Teufenthal hat den Aufstieg in die Nationalliga B geschafft – als erstes Aargauer Team seit Baregg-Baden im Jahr 2012.

Der Aufstieg in die Nationalliga B – er war das grosse Ziel der jungen Teufenthaler Interclub-Equipe. Dass sie dieses Ziel am Samstag dank einem letztlich diskussionslosen 6:0-Heimsieg gegen Montreux erreicht hat, ist eigentlich keine Überraschung. Die Teufenthaler Tennisspieler stellten über die Saison hinweg betrachtet die nominell stärkste Mannschaft der Liga.

Doch so einfach ist es nicht. Ein gutes Kader allein genügt nicht, um im Interclub einen Aufstieg planen zu können. In diesem Mannschaftswettbewerb, der jedes Jahr Überraschungen bereithält, muss immer wieder mit unvorhersehbaren Entwicklungen gerechnet werden. Sei dies dem Wetter geschuldet oder gegnerischen Teams, die sich kurzfristig verstärken.

Kommt hinzu, dass sämtliche Teammitglieder – und die sind im Tennissport bekanntlicherweise fast nur als Einzelsportler unterwegs – während zweieinhalb Monaten ihre persönlichen Ambitionen zurückstecken und sich in den Dienst der Mannschaft stellen müssen. Eine Sache, die gerade bei jungen Spielern, wie sie der TC Teufenthal fast ausschliesslich in seinen Reihen weiss, nicht selbstverständlich ist.

Sogar eine Hochzeit verpasst

Dass die Wynentaler in diesem Bereich eine Ausnahme bilden, haben die Spieler in dieser Saison bewiesen: Turniere wurden abgesagt, Ferien verschoben und Festivalaufenthalte unterbrochen. Yanik Kälin, der auf diese Saison hin neu zum Team gestossen ist, hat gar die Hochzeit seines Cousins in Stockholm verpasst, um die letzte Runde gegen Montreux bestreiten zu können. «Wir kennen uns schon lange und haben ein super Team. Kommt hinzu, dass der Club im Hintergrund seit Jahren viel in dieses Projekt investiert. Da gehört es dazu, dass man dem Team alles unterordnet», findet Kälin.

Ein Team, eine Frisur

Sechs Jahre ist es her, seit die Verantwortlichen im TC Teufenthal um Nicole Riniker und Frank Attula das Interclub-Projekt in der 3. Liga lanciert haben. Die Vision 2018 sah vor, die jungen, regionalen Spieler im Club zu halten und in der Nationalliga B zu spielen.

An diesem Ziel halten die Wynentaler nach wie vor fest. Sie mussten aber erkennen, dass es aufgrund des immer grösser werdenden Niveauunterschiedes zwischen der Nationalliga C und B Verstärkungsspieler braucht, um das Ziel, in der Nationalliga B zu spielen, zu verwirklichen. In dieser Saison war dies der Deutsche Frank Wintermantel.

Am Samstag ist das Ziel nun Realität geworden. «Nach dem Sieg gegen Montreux waren die Erleichterung und die Freude riesig. Die Arbeit der letzten Jahre hat sich gelohnt und es war toll, zu sehen, dass auch viele Zuschauer dabei waren», so Riniker.

Auch bei den Spielern war die Freude nach dem Aufstieg gross. Nach einem gemeinsamen Abendessen ging es weiter nach Zürich, wo die Spieler den Aufstieg gefeiert haben – alle mit derselben 11-Millimeter-Frisur, die sie sich direkt nach dem Sieg rasiert haben.

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