Kirchleerau
Nach fünf Jahren Pause beginnt am Freitag die Gwärbi Oberes Suhrental

Es ist so weit: Die Gwärbi öffnet am Freitag um 17 Uhr ihre Türen. Damit lockt das lokale Gewerbe an das grosse Volksfest: Harassenklettern, eine Tombola mit 2000 Preisen und die grösste fahrbare Konzertorgel der Welt warten auf die Suhrentaler.

David Egger
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Gwärbi Oberes Suhrental vor der Eröffnung
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Die Aufbauarbeiten für die Gwärbi sind am letzten Freitag gestartet.
Der Stand der Raiffeisen-Bank steht schon. Sie hat sich auch von einem Messebauer helfen lassen.
Dieser Stand ist schon bald fertig.
Auch vor der Gwärbi beim Kirchleerber Gemeindehaus sind die Arbeiten noch voll im Gange.
Die violetten Fahnen weisen den Weg: Hier gehts zur Gwärbi in Kirchleerau!

Gwärbi Oberes Suhrental vor der Eröffnung

David Egger

Eine riesige Dartscheibe ziert zwar die Website, Fahnen und Flugblätter der Gwärbi in Kirchleerau. Doch wer an der Gwärbi mit kleinen spitzen Pfeilen Punkte sammeln will, wird nicht fündig. Nur die Unternehmer wollen einen Volltreffer landen, und zwar mit der Besucherzahl: Bis zu 8000 Gäste erwartet OK-Präsident Roland Wiederkehr an der Gwärbi, die unter dem Motto «Vollträffer» steht. Laut Wiederkehr kommen am Freitag- und Samstagabend am meisten Leute an die Gwärbi.

Weltrekord-Orgel an der Gwärbi

Speziell: Die Besucher sehen einen Weltrekord. Der Kirchleerber Bauunternehmer Peter Bachmann hat die grösste fahrbare Konzertorgel der Welt in das kleine Dorf geholt. Im Herbst hat er die über hundert Jahre alte Mega-Orgel dem Oberentfelder Hanspeter-Kyburz abgekauft. Kyburz rettete sie vor dem Niedergang: Er liess sie in Belgien restaurieren und holte sie 2009 in die Schweiz. Früher stand sie in Deutschland im Einsatz, unter anderem am Münchner Oktoberfest. Die Orgel ist rund zehn Meter lang und etwa fünf Meter hoch. Bachmann hat den Vorhang der Orgel neu gestalten lassen: Neu ist die Kirchleerber Kirche darauf abgebildet. Wie das neue Kirchleerber Weltrekord-Original genau aussieht, zeigt er an der Gwärbi.

Ein E-Bike oder ein Gefrierschrank?

Doch nicht nur mit der Orgel wollen die Unternehmer aus insgesamt elf Gemeinden dafür sorgen, dass aus der Gwärbi ein Volksfest wird. Jung und Alt wird sich auch im Harassenklettern messen. Kasperlitheater, Kinderschminken, eine Zumba-Gruppe und das Reitnauer Jodler-Duo Zihlmann runden das Angebot ab. An der Tombola in der Mehrzweckhalle gibt es zudem über 2000 Preise zu gewinnen: Ein E-Bike, eine Waschmaschine mit Tumbler dazu und ein Gefrierschrank sind die Hauptpreise.

Welche Mitbringsel die Unternehmer an ihren Ständen verteilen, weiss auch OK-Präsident Wiederkehr noch nicht. Er sagt: «Erst am Ausstellerabend morgen Donnerstag sehen wir Unternehmer, wie sich die Kollegen an der Gwärbi präsentieren.»

«Wir brauchen keinen Teppich»

Denn aktuell läuft noch der Aufbau der Stände und in den Ausstellungszelten ist der Boden noch von nackten gelben Holzbrettern belegt. Wobei: Dort, wo keine Stände stehen, wird der Boden nackt bleiben. Wiederkehr erklärt warum: «Wir sind hier auf dem Land, wir brauchen keinen Teppich.» Für ihn ist die Gwärbi vor allem ein gesellschaftlicher Anlass, ein Treffpunkt. Dies wollen die Aussteller mit dem Motto «Vollträffer» denn auch andeuten.

Im November mit der Organisation begonnen

Laut Wiederkehr haben die Unternehmer die Gwärbi schnell organisiert: Erste Sitzungen wurden im November abgehalten und erst seit einem Monat steht fest, wer alles an der Gwärbi ausstellen wird. Auch Festwirtschaften sind vorhanden.

Eine Liste der Aussteller sowie das detaillierte Rahmenprogramm und andere Informationen finden Sie auf www.gvos.ch

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