KÖLLIKEN
Nach Flugzeugabsturz: Pilot erliegt seinen Verletzungen

Der Pilot des abgestürzten Kleinflugzeugs ist in der Nacht seinen Verletzungen erlegen. Er versuchte am Sonntag eine Notlandung zwischen Kölliken und Muhen, nachdem sein Motor Feuer gefasst hatte.

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Kleinflugzeug stürzt bei Kölliken auf Auto - zwei Schwerverletzte
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Vor dem Absturz kollidierte das Kleinflugzeug mit diesem Personenwagen, der auf dem Dach landete.
Zahlreiche Rettungskräfte waren wenig später auf der Unfallstelle.
Augenzeugen beobachteten eine Rauchsäule.
Der 70-jährige Pilot erlag im Spital seinen Verletzungen.
Der Pilot war in Grenchen SO gestartet, bekam Probleme und wollte notlanden.
Doch sein Kleinflugzeug verlor an Höhe und touchierte die Leitplanken auf der Strasse.
Dabei erfasste das Flugzeug das Auto.
Die Feuerwehr löschte das brennende Flugzeug.
Das Flugzeug stürzte auf eine Wiese in der Aargauer Gemeinde Muhen ab. Die Kollision mit dem Auto geschah auf dem Boden von Kölliken, danach stürzte das Flugzeug auf eine Wiese einige Meter weiter auf Gemeindeboden von Muhen ab.

Kleinflugzeug stürzt bei Kölliken auf Auto - zwei Schwerverletzte

Tele M1 Zuschauerreporter

Nachdem am Sonntag ein Kleinflugzeug wegen einem Motorbrand eine Notlandung versuchte, lagen ein Pilot (70) und eine Autofahrerin, deren Wagen er touchierte mit schweren Verletzungen im Spital. Der Pilot ist in der Nacht seinen Verletzungen erlegen, wie die Kantonspolizei Aargau in einer Medienmitteilung berichtet.

Am Sonntag startete der 70-jährige Mann in Grenchen SO mit seinem Flugzeug und geriet kurz darauf in Schwierigkeiten. Offenbar brannte der Motor, wie Augenzeugen gegenüber «Tele M1» berichteten. «Ich sah schwarzen Rauch, dann verlor das Flugzeug an Höhe und stürzte nachher ab», sagt Beatrice Bigler.

Zwischen Hochspannungsleitungen und vielen Strassen notzulanden sei eine schwierige Situation, beschreibt Aviatik-Experte Binz die letzten Sekunden vor dem Absturz. Man gerate dabei unter grossen Druck. «Er hatte wohl kaum noch Leistung vom Motor, deshalb war es praktisch unmöglich, dem Auto im Tiefflug noch auszuweichen», hält Binz fest.

Laut dem Luftfahrtzeugregister der Schweiz handelt es sich beim Unfallflugzeug um eine Maschine vom Typ Glasair RG. Das zweisitzige Flugzeug hat Baujahr 1989 und wird im Register als «homebuilt» ausgewiesen. Das heisst, dass es der Besitzer selbst gebaut hat.

Das Flugzeug wollte auf einem Feld notlande, ehe es die Leitplanke touchierte und mit einem Auto kollidierte. Danach blieb das Flugzeug auf dem Feld liegen und ging in Flammen auf. Zum Unfallhergang können noch keine genauen Angaben gemacht werden. Der Pilot konnte mit Verbrennungen gerettet werden. Die 30-jährige Autolenkerin erlitt mittelschwere Verletzungen.